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Hannover 96 Pereira: „Bin hier, um auf dem Platz zu stehen“
Sportbuzzer Hannover 96 Pereira: „Bin hier, um auf dem Platz zu stehen“
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10:31 04.02.2015
Neuzugang Joao Pereira vom FC Valencia macht sich Hoffnungen auf seinen ersten Bundesligaeinsatz gegen Mainz 05. Quelle: dpa
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Hannover

Mit einigen personellen Änderungen will Hannover 96 auf die 0:1-Niederlage bei Schalke 04 reagieren. Für das erste Heimspiel des Jahres gegen Mainz 05 am Dienstag 20 Uhr gelten der Japaner Hiroshi Kiyotake und Salif Sane als Kandidaten für die Startelf. Auch der portugiesische Rechtsverteidiger Joao Pereira, der in der vorigen Woche ablösefrei vom FC Valencia geholt wurde, hofft auf seine Premiere in der Fußball-Bundesliga.

Der portugiesische Rechtsverteidiger Joao Pereira hofft auf seine Premiere in der Fußball-Bundesliga gegen Mainz.

„Er bringt unbändigen Willen auf den Platz“, lobte 96-Trainer Tayfun Korkut den neuen Abwehrspieler. Allerdings hat WM-Teilnehmer Pereira im vergangenen halben Jahr kein Spiel für Valencia bestritten. „Ich kämpfe, um in die Mannschaft zu kommen. In Valencia habe ich mit Weltmeister Shkodran Mustafi über die Bundesliga gesprochen“, sagte Pereira am Montag bei seiner Vorstellung in Hannover. „Hier wird auf einem hohen Niveau gearbeitet“, lautete sein erster Eindruck.

Die Niederlage auf Schalke hat die Profis und die Sportliche Leitung von Hannover 96 mächtig gewurmt. Manager Dirk Dufner vermisste den nötigen Punch. Gegen die Mainzer, die mit einem überzeugenden 5:0 gegen Paderborn in die Rückrunde gestartet sind, sollen die Chancen besser genutzt werden. „Es muss Zielstrebigkeit in unser Spiel kommen“, forderte Korkut.

dpa

„Guten Morgen. Guten Tag. Danke. Tschüss“

Herr Pereira, Sie haben jetzt drei Trainingseinheiten mit der Mannschaft hinter sich. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Sehr, sehr positiv. Der Verein und auch die Mitspieler haben mich hervorragend empfangen. Es wird auf höchstem 
Niveau gearbeitet.

Sie sind Portugiese, wie ist die Verständigung?

Natürlich spreche ich noch nicht so viel Deutsch. Guten Morgen. Guten Tag. Danke. Tschüss. Aber ich kann mit meinen brasilianischen Kollegen auf Portugiesisch sprechen, mit anderen auf Spanisch, mit den deutschen Spielern meistens auf Englisch.

Haben Sie sich das 96-Spiel gegen Schalke am Sonnabend im TV angesehen?

Ja. Ein Unentschieden war auf jeden Fall drin. Und hat nur das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Der Auftritt hat mir gefallen: Wir sind eine Mannschaft, die voll auf den Ballbesitz geht, die den Ball laufen lässt, die sofort umschaltet.

Sie haben bei der Weltmeisterschaft in Brasilien alle Spiele mit Portugal bestritten, danach beim FC Valencia ein halbes Jahr lang gar keines. Wie kam das?

Ich hab nach der WM noch einmal für Portugal gespielt, danach gar nicht mehr. Ich möchte aber nicht so sehr darauf eingehen, das ist Vergangenheit. Es waren sechs Monate, in denen ich nicht tun konnte, was ich am liebsten tue, nämlich Fußball zu spielen.

Hat Ihre Form darunter gelitten?

Ich habe trotzdem in der Zeit sehr hart trainiert und an mir gearbeitet. Damit ich, wenn ich die Chance habe, auf dem Platz zeigen kann, was ich kann. Nun bin ich hier in Hannover, um auf dem Platz zu stehen.

Werden Sie denn gegen Mainz erstmals für 96 spielen?

Da bin ich der falsche Ansprechpartner, da müssen Sie den Trainer fragen.

Haben Sie sich vor dem Wechsel nach Hannover mit Ihrem damaligen Mitspieler Shkodran Mustafi, dem deutschen Weltmeister, über 96 und die Bundesliga unterhalten?

Klar, er hat mir nur gute Sachen über den Verein berichtet. Und für mich war sofort klar, als ich vom 96-Interesse hörte, dass ich dem Ganzen positiv gegenüberstehe.

Sie haben dennoch nur einen Vertrag bis zum 30. Juni in Hannover. Planen Sie längerfristig hier zu bleiben?

Das erste Ziel muss für mich sein, dass ich gut arbeite und mich gut in die Mannschaft integriere. Ich muss hart 
arbeiten, um spielen zu dürfen. Erst 
danach trifft der Verein eine Entscheidung.
Aufgezeichnet von Jörg Grußendorf     

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