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Hannover 96 96-Verteidiger Sané doch nur vier Spiele gesperrt
Sportbuzzer Hannover 96 96-Verteidiger Sané doch nur vier Spiele gesperrt
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20:33 22.09.2016
Von Heiko Rehberg
Schiedsrichter Sören Storks stellt Salif Sané vom Platz. Quelle: Team von Nieden
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Hannover

Es kam wie erwartet – aber nicht wie vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 erhofft. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat gestern nach einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt die Sperre für Salif Sané von fünf auf vier Spiele reduziert. Der 96-Profi hatte im Heimspiel gegen Dynamo Dresden die Rote Karte gesehen, der DFB-Kontrollausschuss fünf Begegnungen als Strafe gefordert, 96 aber Einspruch eingelegt.

Ob der Verein noch einmal in Berufung geht, soll heute entschieden werden. „Wir sind nicht ganz zufrieden mit der Entscheidung“, sagte 96-Geschäftsführer Martin Bader. „Der DFB ist unserer Argumentation nur teilweise gefolgt. Wir behalten uns vor, erneut Einspruch einzulegen. Alles Weitere werden wir intern mit der Sportlichen Leitung und Herrn Kind besprechen.“

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Bader und Sané waren gestern mit dem Zug nach Frankfurt gefahren, außerdem war Torwarttrainer Jörg Sievers als Zeuge dabei. Bleibt es bei nun vier Spielen Sperre, hätte der Senegalese gegen Arminia Bielefeld (3:3) und den Karlsruher SC (1:0) die Hälfte der Strafe bereits abgebrummt und würde noch Sonntag bei 1860 München und danach im Heimspiel gegen den FC St. Pauli fehlen. Nach der Länderspielpause könnte er dann am 16. Oktober bei Union Berlin wieder eingesetzt werden.

Der Fall Sané ist ungewöhnlich, weil er sich im Spiel gegen Dresden in der 
79. Minute gleich mehrere Tätlichkeiten geleistet hatte. Zuerst trat der 96-Verteidiger nach einem Zweikampf mit Stefan Kutschke dem Dresdner mit dem Fuß auf den Oberschenkel. Als die beiden Streithähne aneinandergerieten, griff der 96-Profi Kutschke ins Gesicht. Als Schiedsrichter Sören Storks dem 26-Jährigen die Rote Karte zeigte, packte Salif Sané den Unparteiischen an den Oberarm.

In Bielefeld und gegen Karlsruhe ersetzte Neuzugang Stefan Strandberg den besten 96-Profi in der Innenverteidigung. Nach dem Wackel-Debüt in Bielefeld bescheinigte Trainer Daniel Stendel dem Norweger gegen Karlsruhe eine „souveräne“ Leistung. Strandberg wurde allerdings in der Defensive nie gefordert, das hannoversche Siegtor bereitete er mit dem Kopf vor.