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Hannover 96 Zweite Chance für den „neuen“ Sané?
Sportbuzzer Hannover 96 Zweite Chance für den „neuen“ Sané?
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00:20 22.08.2014
Von Heiko Rehberg
Salif Sané glänzt in der 96-Reserve als Abwehrchef und Torschütze. Quelle: Petrow
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Hannover

Am kommenden Montag wird Salif Sané 24 Jahre alt. Zwei Tage vorher ist der Fußballprofi von Hannover 96 im Einsatz, und wäre alles gelaufen, wie er und sein Verein es sich gewünscht hätten, dann würde Sané am Sonnabend gegen Klaas Jan Huntelaar oder Kevin-Prince Boateng von Schalke 04 spielen. Es ist aber nicht so gekommen, weshalb sich der Senegalese am Sonnabend von 13 Uhr an um Philipp Eggersglüß und Florian Grillitsch kümmern muss, die bei Werder Bremen II spielen. Das ist Regionalliga. Genau dort spielt Sané mit 96. Genauer gesagt: mit 96 II.

Die „Roten“ haben ihn strafversetzt in die Regionalligamannschaft. Cheftrainer Tayfun Korkut hat das Ende Juni entschieden, weil Sané „im vergangenen halben Jahr durch mehrfaches Fehlverhalten aufgefallen“ war. „Bis auf Weiteres“ solle das gelten, hieß es damals. Oder im Klartext: Bis sich ein anderer Verein für Sané gefunden hat.

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Salif Sané ist seit Juli 2013 bei Hannover 96.

Der neue Arbeitgeber lässt bislang auf sich warten, und im Grunde ist das eine gute Nachricht für 96. Denn wer den Senegalesen in den vergangenen Wochen in der „U 23“ spielen gesehen hat, der bekam einen „neuen Sané“ zu sehen: auffällig, mit Freude und Engagement bei der Sache, als Innenverteidiger glänzend, außerdem torgefährlich.

Was vor ein paar Wochen noch eine unsinnige Frage gewesen wäre, ist plötzlich aktuell: Kann es sich der Verein wirklich leisten, einen Spieler mit diesem Potenzial in der „U 23“ zu verstecken oder ihn sogar gehen zu lassen? „Sané ist der bessere Marcelo“, sagt ein regelmäßiger Beobachter der 96-Reserve.

Wenn man Sören Osterland nach Sané fragt, dann gerät er ins Schwärmen. „Er gibt Vollgas bei uns, erstaunlich viel Gas für einen Spieler, der runtergestuft wurde“, sagte der Trainer von 96 II, „er tut uns auf dem Platz gut und in der Kabine.“ Osterland hält sich zurück mit Empfehlungen, er beurteilt nur die Leistungen von Sané: „Von mir kriegt er die Note 1.“

Sané, der noch einen Vertrag bis 2017 bei 96 hat, hatte bei den Profis mitunter undiszipliniert gespielt, war verspätet zu Terminen und einmal sogar zur Abfahrt zu einem Bundesligaspiel erschienen. Hinzu kam am Ende der vergangenen Spielzeit ein vorzeitiger Urlaubsantritt ohne Genehmigung. Doch die Zeiten scheinen vorbei. „Ich bin auch in puncto Einstellung von ihm angenehm überrascht“, sagt Osterland.  Negative Erfahrungen? „Null Komma null“, sagt der Reservecoach.

Denkt 96 also noch einmal um? Dafür müsste Korkut über seinen Schatten springen. Sané jedenfalls hat alles getan für eine zweite Chance.

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