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Hannover 96 Hannover 96 kann einfach nicht mehr gewinnen
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96 kann einfach nicht mehr gewinnen
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00:15 03.03.2015
Von Heiko Rehberg
96-Kapitän Lars Stindl (rechts) geht die derzeitige Krise der „Roten“ offensichtlich auf die Nerven. Quelle: dpa
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Das Spiel: Die 1. Halbzeit hatte mit Bundesliganiveau wenig zu tun. Beide Mannschaften übertrafen sich mit Fehlpässen. 96 hatte zwar durch Joselu nach dicken Abwehrschnitzern der Gäste zwei gute Torchancen, enttäuschte aber spielerisch auf ganzer Linie. Nach dem 1:0 der Schwaben durch Christian Gentner (52. Minute) drohte noch größeres Unheil, das Lars Stindl in der 70. Minute mit dem Ausgleich abwendete. Stindl sah kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte, VfB-Stürmer Martin Harnik, der den 96-Kapitän umgestoßen hatte, flog mit Rot vom Platz.

Das Spiel im Liveticker

Hier gibt es den Liveticker für das Spiel Hannover 96 gegen VfB Stuttgart zum Nachlesen.

Die Tore: Bei Gentners Treffer hatte 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler keine Abwehrchance, vorausgegangen waren gleich mehrere Fehler in der hannoverschen Abwehr. Beim 1:1 profitierte Stindl von der guten Flanke von Miiko Albornoz und der Kopfballablage von Joselu.

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Die Aufreger der Partie: Drei Torchancen hatte 96-Stürmer Joselu, in der Hinrunde treffsicherster Spieler. Doch in der 22., 35. und 74. Minute vergab er dreimal mehr oder weniger kläglich. Beim ersten Mal lief er allein auf VfB-Torwart Sven Ulreich zu und versuchte einen Lupfer. Beim zweiten Mal parierte Ulreich, bei Chance Nummer 3 war er zu unentschlossen.

Hannover 96 kommt gegen den VfB Stuttgart in der heimischen HDI-Arena nur zu einem 1:1-Unentschieden. 96-Kapitän Lars Stindl erlöst seine Mannschaft zunächst mit dem Ausgleichstreffer und fliegt dann in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz.

Der Mann des Tages: Legt man die Leistungen zugrunde, müsste es in dieser Rubrik „Fehlanzeige“ heißen. Am meisten im Blickpunkt war noch Stindl, der zumindest ein paar auffällige Momente hatte. Umso ärgerlicher seine Gelb-Rote Karte, durch die er kommende Woche gegen Bayern München fehlen wird.

Die Statistik: 96 hatte mehr Ballbesitz (52 Prozent), gewann mehr Zweikämpfe (53 Prozent) und schoss öfter aufs Tor (16-mal, Stuttgart neunmal). Der Hannoveraner Marcelo hatte die besten Zweikampfwerte (83 Prozent gewonnen), Albornoz die meisten Aktionen mit dem Ball (75).

Die Stimmen zum Spiel

Tayfun Korkut (96-Trainer): „Das war kein gutes Spiel von uns. Wenn Nervosität im Spiel ist, muss man die wichtigen Chancen nutzen, das ist uns nicht gelungen. Auf das 0:1 hat die Mannschaft reagiert. Dass das 1:1 nicht genug ist, wissen wir.“

Huub Stevens (VfB-Trainer): „Wir hätten das zweite Tor machen müssen. Das 1:1 war unnötig.“

Dirk Dufner (96-Sportdirektor): „Wir führen keine Trainerdiskussion.“

Christian Schulz (96-Profi): „Man sieht, dass die Situation an dem einen oder anderen nicht spurlos vorbeigeht.“

Im einem schwachen Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht konnte bei Hannover 96 niemand glänzen. So waren die „Roten“ gegen den VfB Stuttgart in Form.

Die Einzelkritik

Ron-Robert Zieler: Chancenlos beim Gegentreffer, sonst durch harmlose Stuttgarter selten beschäftigt. Note 2,5

Hiroki Sakai: Oft kritisiert, diesmal in einer schwachen Mannschaft mit einer ordentlichen Vorstellung, beim Stuttgarter Tor mit unglücklicher Kopfballvorlage. 3

Marcelo: Der Innenverteidiger war in den Zweikämpfen souverän, seine Bälle nach vorne landeten selten bei einem Mitspieler. 3,5

Christian Schulz: Der Routinier wirkte in vielen Aktionen ungewohnt unsicher. 4

Miiko Albornoz: Gute Flanken in der 2. Halbzeit. Endlich mal mutiger als zuletzt. 3,5

Leon Andreasen: Die fehlende Spielpraxis war nicht zu übersehen. 4

Ceyhun Gülselam: Einige schlimme Fehlpässe, oft zu langsam. 5

Edgar Prib: Unglaublich bemüht, aber oft zu übereifrig. 4,5

Lars Stindl: Der Torschütze war bemüht, das Spiel zu lenken, erlaubte sich aber auch längere Phasen der Unsichtbarkeit. 3

Jimmy Briand: Empfahl sich nachdrücklich für die Ersatzbank. 5,5

Joselu: Drei Torchancen vergeben, auch sonst kaum im Spiel. 5,5

Hiroshi Kiyotake: Kam in der 61. Minute für Andreasen und wirkte belebend auf die Mannschaft.

Leonardo Bittencourt: In der 62. Minute für Prib eingewechselt. Emsig, aber ohne Akzente.

Artur Sobiech: In sechs Minuten ohne Torchance.

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