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Hannover 96 So will 96 den ersten Auswärtssieg einfahren
Sportbuzzer Hannover 96 So will 96 den ersten Auswärtssieg einfahren
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00:02 19.10.2015
Von Jörg Grußendorf
Schwungvoll: Christian Schulz (links) und Salif Sané (3. von rechts) wollen mit 96 in Köln etwas fürs Punktekonto tun.  Quelle: Maike Lobback (Team zur Nieden)
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Hannover

Der Anfang ist gemacht. Die „Roten“ haben gegen Werder Bremen gezeigt, dass sie doch noch gewinnen können. Zumindest zu Hause. Zwar ziemlich holprig, aber drei Punkte sind drei Punkte. Allein die zählen. Vorher waren es aber nur zwei mickrige Zähler - macht insgesamt fünf Punkte. Herzlich wenig nach acht Spielen. Also ist es schon fast ein Muss nachzulegen. Ein Sieg in der Fremde würde in dieser Situation in jeder Hinsicht richtig gut tun. Am Sonntag (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) beim 1. FC Köln wäre eine erstklassige Gelegenheit.

In Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln hat die Profi-Mannschaft von Hannover 96 wieder trainiert.

Natürlich sind die Rheinländer nicht mehr mit dem Aufsteiger aus der vergangenen Saison zu vergleichen. Sie sind ausgeglichener besetzt und damit auch stärker geworden, besonders in Heimspielen. War das Rhein-Ernergie-Stadion letztes Jahr noch ein Selbstbedienungsladen für die Gästeteams, so ist der FC derzeit noch ohne Niederlage daheim, hat zweimal gewonnen, zweimal remis gespielt. Und die 96-Auswärtsbilanz? Gerade mal zwei Unentschieden in Darmstadt und Wolfsburg.

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Das ist längst kein Grund zum Verzagen, denn besonders der Auftritt der Hannoveraner bei den „Wölfen“, der dem Erfolg gegen Bremen direkt vorausgegangen war, sollte der Mannschaft ordentlich Mut machen. Da ist 96 erstmals in dieser Saison als echtes Team aufgetreten und hat so gezeigt, was man als verschworener Haufen schaffen kann.

Es gibt aber weitere Gründe, warum die „Roten“ die schwere Auswärtshürde nehmen können:

Ron-Rober Zieler: Er ist seit Wochen in Topform, hat auf seine kurzfristige Ausbootung in der Nationalmannschaft sportlich und mit super Paraden reagiert. Auftritte in seiner Heimatstadt sind für den 26-Jährigen immer etwas Besonderes, da will er sich natürlich keine Blöße geben. Die Kölner Stürmer werden das zu spüren bekommen.

Die Länderspielpause: Trainer Michael Frontzeck hat vor dem vergangenen Wochenende öfter betont, dass einige Spiele sehr an die Substanz gegangen seien. Die Mannschaft konnte neue Kraft sammeln und regenerieren. Darum habe die Pause sehr gutgetan, sagte Frontzeck. Besonders verletzungsanfälligen Profis wie Kapitän Christian Schulz konnten ihre Wehwehchen pflegen. Der 32-Jährige wurde wegen seiner nahezu permanenten Rückenprobleme gespritzt. Oliver Sorg hat seinen Infekt auskuriert, Hiroki Sakai seine Zerrung, Stürmer Charlison Benschop seinen Muskelfaserriss. Und die Suspendierung von Uffe Bech in die Regionalliga-Reserve endete auch so, dass er vor dem Köln-Spiel noch fast zwei Wochen wieder mit den Profis trainieren konnte und somit sofort eine Alternative darstellt. Eine Schrecksekunde gab es gestern, als Salif Sané wegen Oberschenkelproblemen vorzeitig das Training abbrach. Trainer Frontzeck gab hinterher Entwarnung: „Eine reine Vorsichtsmaßnahme.“ Somit muss er am Sonntag lediglich Andre Hoffmann (Patellasehnenentzündung) und Edgar Prib (Syndesmoseanriss) ersetzen. Mit fast voller Truppe müsste doch in Köln etwas zu machen sein.

Die Stürmer: Mit Artur Sobiech, Mevlüt Erdinc und Charlison Benschop steht Frontzeck sein Sturm-Trio wieder vollständig zur Verfügung. Sobiech hat gegen Borussia Dortmund ein gutes Spiel gemacht und doppelt getroffen. Erdinc fehlt zwar noch ein Erfolgserlebnis, genau wie Sobiech hat er jedoch in der Nationalmannschaft durch die EM-Qualifikation Selbstvertrauen gesammelt. Und Sobiech hat in den vergangenen Tagen mit dem derzeit weltbesten Mittelstürmer, Robert Lewandowski, trainiert. Wenn er gut aufgepasst hat, dann darf sich die Kölner Abwehr auf einiges gefasst machen.

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