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Hannover 96 ... und ab geht die Post!
Sportbuzzer Hannover 96 ... und ab geht die Post!
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00:16 19.08.2013
Ein starkes Team: Die Qualität, um auch gegen Mönchengladbach zu gewinnen, hat die Mannschaft von Hannover 96. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Der Start ist gelungen, jetzt gilt es nachzulegen. Nach dem Auftakt nach Maß mit dem 2:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg kann sich Hannover 96 in der von der Liga als Topspiel der Fußball-Bundesliga titulierten Partie am heutigen Sonnabend bei Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr) mit einem weiteren Sieg in der Spitzengruppe festsetzten und das nächste Ausrufezeichen setzen. Auch wenn es in der vergangenen Saison auswärts nicht allzu gut gelaufen ist für die „Roten“ und es auch gegen Wolfsburg einige Schwächen zu sehen gab, die Qualität, um aus dem Borussia-Park drei Punkte mitzunehmen, hat das Team allemal. Worauf kann 96 auch in Gladbach bauen? Und was muss besser werden?

Das schnelle Umschaltspiel

Balleroberung an der Mittellinie – und ab geht die Post. So haben die „Roten“ das immer wieder während der Vorbereitung im Training geübt und gleich im ersten Saisonspiel mit dieser Taktik Erfolg gehabt. Leon Andreasen schnappte sich den Ball von Diego und vollendete nach Zusammenspiel mit Mame Diouf selbst zum 1:0. Damit kehrten die „Roten“ zurück zu der Spielweise, mit der sie in den vergangenen Jahren so erfolgreich waren. Besonders gegen spielstarke Mannschaften, zu denen auch Borussia Mönchengladbach zählt, ist das schnelle Umschaltspiel ein probates Mittel, um Erfolg zu haben.

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Hannover 96 hat sich am Donnerstag im Training auf das Auswärtsspiel in Mönchengladbach vorbereitet.

Leon ist wieder da

Es alleine an seinem Tor zum 1:0 festzumachen, wäre zu einfach. Zwar ist Andreasen zweifellos einer der torgefährlichsten defensiven Mittelfeldspieler der Liga. Aber für Hannover 96 ist er noch aus anderen Gründen ungemein wichtig: Seine Aggressivität, sein unbedingter Siegeswille und seine Fähigkeit, eine Mannschaft mitzureißen, sind kaum zu ersetzen. Zu sehen war das in der vergangenen Saison, als die „Roten“ nach dem Kreuzbandriss des Dänen zunehmend aus dem Tritt gerieten. Nun ist Andreasen wieder da – und diesmal bleibt er den Hannoveranern hoffentlich mehr als ein paar Spiele erhalten.

Die Null steht

Da gab es für 96-Torwart Ron-Robert Zieler kaum etwas zu kritisieren. Seine Vorderleute ließen gegen Wolfsburg nur wenige Chancen zu, insgesamt präsentierte sich die 96-Defensive sicherer als in vielen Spielen der vergangenen Saison, als die „Roten“
62 Gegentore kassierten. Besonders in der Mitte gab es kein Durchkommen, dafür sorgten Lars Stindl und Andreasen im Mittelfeld sowie in der Innenverteidigung Karim Haggui und Salif Sané. Mit Neuzugang Marcelo und Felipe, der sich derzeit ins Team zurückkämpft, gibt es noch vielversprechende Alternativen.

Die Chancenverwertung

Aus wenig viel machen: Auch das war in den vergangenen Jahren stets ein Erfolgsgeheimnis der „Roten“. So fahrlässig wie gegen Wolfsburg sollte 96 heute in Mönchengladbach jedoch nicht mit seinen Torchancen umgehen. Nach dem zweiten Platzverweis für Wolfsburg hätten Jan Schlaudraff, Szabolcs Huszti und Mame Diouf für die Entscheidung sorgen müssen. In der vergangenen Saison war 96 die effektivste Mannschaft der Liga. Daran müssen die „Roten“ wieder anknüpfen, wenn sie nach Europa wollen.

Wacklige Außenverteidiger

Das Problem ist nicht ganz neu. Wenn der Gegner über die Flügel kommt, gerät 96 ins Schwimmen. Links wird für den verletzten Christian Pander, der vor allem dann Probleme hat, wenn es schnell wird, wohl Christian Schulz auflaufen. Auf der anderen Seite muss Hiroki Sakai, der Ersatzmann von Steven Cherundolo, vor allem bei langen Seitenwechseln an seinem Stellungsspiel arbeiten.

Schlafmützen-Start

In den ersten Spielminuten wackelten die „Roten“ auch gegen den VfL bedenklich. Zieler bewahrte seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand – den es schon in der Vorsaison siebenmal in der Anfangsviertelstunde gab.

von Björn Franz und Heiko Rehberg

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