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Hannover 96 Jeder Sieg gibt Ruhe
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00:20 29.09.2014
Von Björn Franz
Jeder Sieg zählt: Tayfun Korkut tritt nicht in Bestbesetzung gegen Stuttgart an.
Jeder Sieg zählt: Tayfun Korkut tritt nicht in Bestbesetzung gegen Stuttgart an. Quelle: dpa
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Hannover

Und da die vor dem Spiel am heutigen Sonnabend (15.30 Uhr) beim VfB Stuttgart durchaus Bezug zur aktuellen sportlichen Situation bei Hannover 96 hat, lohnt sich ein kleiner Blick darauf.
Als er selbst noch ein Spieler war, verriet der 40-Jährige, habe er immer nur zwei Ziele gehabt. Erstens: siegen. Und zweitens: gut spielen. Aber jetzt sei er Trainer, da sehe die Sache folgendermaßen aus. Erstens: siegen. Und zweitens: gut spielen. Korkut garnierte seine Ausführungen mit einem Augenzwinkern und schloss: „An dieser Reihenfolge wird sich bei mir nie etwas ändern.“

Dass der 96-Trainer ausgerechnet jetzt dieses Thema ansprach, war keineswegs Zufall. Ihm war durchaus aufgefallen, dass seine Mannschaft nach dem mühevollen und auch etwas glücklichen 1:0-Heimsieg über den 1. FC Köln am Mittwochabend in den Medien nicht gerade mit Lobeshymnen überschüttet worden war. Angesichts einer zweiten Halbzeit, in der der Aufsteiger nahezu 70 Prozent Ballbesitz hatte und das Spiel eindeutig dominierte, waren vor allem das Ergebnis und der daraus folgende 3. Tabellenplatz als positiv bewertet worden. Und das, so Korkut, sei am Ende des Tages ja auch das Entscheidende. „Jeder Sieg gibt Ruhe, dann geht es allen gut“, sagte er. „Und wenn wir irgendwann einmal beides kombinieren, dann ist es super und wir haben alles richtig gemacht.“

Doch so weit – da ist der ehemalige türkische Nationalspieler ganz ehrlich – sind die „Roten“ im Moment noch nicht. Zumal sie angesichts der Ausfälle von Lars Stindl, Edgar Prib, Andre Hoffmann und Christian Pander, den weiterhin Oberschenkelprobleme plagen, auch in Stuttgart keineswegs in Bestbesetzung antreten können. „Ich erwarte deshalb auch kein Offensivspektakel“, sagte Korkut. Denn speziell in der Vorwärtsbewegung haperte es bei den Hannoveranern zuletzt ziemlich. Bei der 0:2-Niederlage in Paderborn monierte der Trainer die zu wenigen herausgespielten Chancen. Und auch gegen die Rheinländer geriet das gegnerische Tor nach einer starken Anfangsphase mit dem letztlich entscheidenden Treffer von Joselu nicht mehr wirklich in Gefahr.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit schon drei, vier oder fünf gute Momente“, sagte der 96-Coach. „Aber es fehlte dann ein bisschen die Präzision, da kam dann der letzte Pass ein bisschen zu lang oder die Laufwege stimmten nicht.“ Speziell Letzteres war relativ häufig zu beobachten gewesen. Immer wieder verloren die 96-Profis den Ball in der Vorwärtsbewegung, weil sich der Mitspieler nicht dahin bewegte, wo er erwartet wurde – und der Ball so im Aus oder bei einem Kölner landete. „Wir haben speziell in der Offensive viel geändert. Dass die Abläufe dann nicht so stimmen, ist klar“, sagte Korkut, der am Mittwoch überraschend auf Artur Sobiech als zweite Spitze verzichtete und dafür den französischen Neuzugang Jimmy Briand im rechten Mittelfeld aufstellte. „Es wird einfach ein bisschen dauern, bis die nachrückenden Spieler die Abläufe drin haben.“

Veränderungen in der Startformation wird es vermutlich auch in Stuttgart geben – es wäre im sechsten Saisonspiel zum sechsten Mal eine neue Aufstellung. Zum einen, weil sich Manuel Schmiedebach wieder gesund gemeldet hat. Und zum anderen, weil das Experiment mit Briand auf dem rechten Flügel nicht unbedingt als geglückt bezeichnet werden kann. Wer für ihn ins Team rutschen könnte, ist eine der spannendsten Fragen vor dem Anpfiff. Denn Korkut, der überraschend Jan Schlaudraff nicht in den Kader berief, hat einige Optionen. Er könnte wieder mit zwei Spitzen anfangen. Er könnte mit drei „Sechsern“ agieren – Schmiedebach, Ceyhun Gülselam und Leon Andreasen. Oder aber Kenan Karaman von Beginn an eine Chance geben.

Und dann wäre da auch noch eine vierte Variante: Miiko Albornoz, der trotz muskulärer Probleme wieder zur Verfügung steht, könnte auf der linken Seite eine Position nach vorne ins Mittelfeld rutschen. Dann müsste allerdings Christian Schulz aus der starken Innenverteidigung auf die linke Abwehrseite wechseln. Seinen Platz im Zentrum würde dann Felipe einnehmen, dem Korkut diese Rolle – so viel verriet er – problemlos zutraut. Wichtig wird für den 96-Trainer am Ende aber ohnehin nicht sein, wer gespielt hat oder wie es aussah. Für ihn hat etwas anderes Priorität: ein Sieg.

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