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Hannover 96 Stolpern verboten
Sportbuzzer Hannover 96 Stolpern verboten
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00:19 30.10.2014
Von Norbert Fettback
So soll es auch heute Abend sein: Die 96-Spieler bejubeln den Sieg in der ersten Pokalrunde beim FC-Astoria Walldorf, über Aalen soll es in die dritte Runde gehen.
So soll es auch heute Abend sein: Die 96-Spieler bejubeln den Sieg in der ersten Pokalrunde beim FC-Astoria Walldorf, über Aalen soll es in die dritte Runde gehen. Quelle: Imago
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Nun also das Konstrastprogramm. Am Sonnabend haben die „Roten“ dem arrivierten Champions-League-Vertreter Borussia Dortmund in der Liga überraschend die Punkte abgeknöpft, heute Abend geht es im DFB-Pokal gegen einen vermeintlichen Loser: den eine Etage tiefer spielenden VfR Aalen.

Eine Sache, die Hannover 96 mit links erledigen kann? Aalen ist schließlich nur ein Zweitligist und dazu vom Abstieg bedroht. Falsch, sagt 96-Trainer Tayfun Korkut. Der richtige Denkansatz sei ein anderer: „Es ist ein ganz neues Spiel“, meint der 40-Jährige. „Und es ist eine Riesenchance für die Aalener, Aufmerksamkeit zu bekommen.“

Wie sich das anfühlt, das hat die 96-Mannschaft gerade selbst erlebt. Nach drei Niederlagen in Folge wurde schon mit Fingern auf den Bundesligisten von der Leine gezeigt, jetzt sorgte das 1:0 in Dortmund für allgemeines Aufsehen im Land des Fußball-Weltmeisters. Keine Spur mehr von Spott und Häme. „Wir haben unseren Negativtrend gestoppt“, sagt Korkut. Und er fügt an: „Es geht immer wieder schnell in die andere Richtung.“

In Dortmund gelingt dem Team von Tayfun Korkut der erste Auswärtssieg der Saison. Hier lesen Sie, wie der 96-Kader in der Einzelkritik abgeschnitten hat.

Das ist auch als Hinweis an seine Spieler gemeint, es heute gegen den erklärten Außenseiter („Wir sind absoluter Favorit und nehmen diese Rolle an“) nicht an Leidenschaft und Konzentration fehlen zu lassen. Ein Sieg in der 2. Pokal-Hauptrunde hätte nach dem Auswärtscoup beim BVB weitere Signalwirkung. Er wäre der erste von vier noch fehlenden Schritten zum Einzug ins Finale von Berlin. Und er könnte in einer personell schwierigen Situation infolge von Verletzungen wie Medizin wirken, um in der Liga am Sonnabend im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt keinen Rückfall zu erleiden. „Diese Woche ist sehr wichtig für uns“, sagt Korkut.

Auf dem Flug nach Schwäbisch Hall am Montag hat sich der 96-Trainer den Kopf über die Aufstellung gegen den VfR Aalen zerbrochen. Mehr aus der Not heraus: Die Probleme sind aufgrund von Ausfällen nicht kleiner geworden. Manuel Schmiedebach ist erst gar nicht mit auf die Reise in den Süden gegangen, Grund ist ein familiärer Trauerfall. Und Christian Pander (grippaler Infekt) hat am Montag zwar wieder die Fußballschuhe angezogen, ist laut Korkut aber noch nicht so weit, um ins Team zurückkehren zu können. Das hat Folgen für die Defensive, zumal Marcelo im Pokalwettbewerb vorerst gesperrt ist: Wer verteidigt links, wer spielt an der Seite von Felipe in der Innenverteidigung, und wer füllt die Lücke, die Schmiedebach im Mittelfeld hinterlässt? Einziger Lichtblick: Hiroki Sakai hat beim nicht öffentlichen Abschlusstraining die nötige Fitness für sein Comeback als Rechtsverteidiger nachgewiesen.

Auch Edgar Prib war Montag beim Üben gut drauf und macht weiter Fortschritte, wie Korkut berichtete. Der Trainer wird offenbar aber nicht der Versuchung erliegen, den Mittelfeldspieler, der Ende August am Außenmeniskus operiert wurde, jetzt ins kalte Wasser zu werfen. Er werde sich angesichts der Personalnöte „nicht zu einem Fehler verleiten lassen“, sagt Korkut. Das sei ein zu großes Risiko. Prib – gegen Dortmund noch nicht im Kader – ist Montag zwar mit in den Flieger gestiegen; dass der 25-Jährige heute Abend mit Anpfiff aufläuft, ist hingegen nicht zu erwarten. Bei aller Wertschätzung für einen ambitionierten Gastgeber wie den VfR Aalen: 96 sollte stark genug sein, diese Aufgabe auch so zu meistern.

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