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Hannover 96 Selbst Schuld
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00:15 12.05.2015
Von Heiko Rehberg
... und er ist drin: Beim 1:1-Ausgleich von Werder Bremen behindern sich Edgar Prib und Torwart Ron-RObert Zieler. Quelle: Maike Lobback
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Hannover
  • Das Spiel: Nach den ersten 45 Minuten fragten sich 49.000 begeisterte Zuschauer in der HDI-Arena: Wie konnte diese 96-Mannschaft überhaupt in Abstiegsgefahr geraten? Bereits vor dem Führungstor von Lars Stindl (21. Minute) hatte sich die Mannschaft gute Chancen erspielt. 96 war dominant, kampfstark, die Bremer hatten fast immer das Nachsehen. Doch nach der Pause, mit dem Beginn zaghafter Gäste-Angriffe, verloren die Hannoveraner ihr Selbstvertrauen und ihre Linie. Der Bremer Ausgleich durch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic (78.) deutete sich schon länger an. Am Ende hätte Clemens Fritz, bester Bremer, fast noch den Siegtreffer erzielt.

  • Die Tore: Lars Stindl bewies mit seinem Treffer, dass er der wirklich einzige unersetzbare 96-Profi ist. Nach einer Verlängerung von Jimmy Briand schob er den Ball kühl am starken Bremer Torwart Koen Casteels vorbei. Das 1:1 war ein schöner Freistoß von Junuzovic, der mit seiner Standardkunst 96 bereits im Hinspiel (3:3) geärgert hatte. Das 1:1 aber war auch ärgerlich aus hannoverscher Sicht: Marcelo verursachte den Freistoß mit ungeschicktem Zweikampfverhalten. Torwart Ron-Robert Zieler wurde dann beim Schuss auch noch vom zurückeilenden Edgar Prib irritiert.
Die Bilder zum Spiel zwischen Hannover 96 gegen SV Werder Bremen
  • Die Schlüsselszene: Natürlich das 1:1. Auch wenn die 96-Leistung nach der Pause nicht mehr stimmte, es hätte ja genügt, den knappen Vorsprung sicher nach Hause zu bringen. Doch die Mannschaft verursachte zu viele dumme Fouls – eine Einladung für einen wie Junuzovic. Die Situation vor dem Freistoß zum 1:1 hätten Marcelo und auch Miiko Albornoz besser lösen müssen.
  • Der Spieler des Tages: Lars Stindl hatte die meisten Ballaktionen (82) aller Spieler auf dem Platz. Auch sonst war der Mann, der nächste Saison für Borussia Mönchengladbach spielen wird, der stärkste 96er. Noch einen zweiten Stindl, und 96 müsste sich keine Sorgen machen.

  • Die Statistik: 96 hatte etwas mehr Ballbesitz als Werder (52 Prozent), beide Teams gewannen 50 Prozent ihrer Zweikämpfe. 12 Torschüsse standen auf der Habenseite bei 96, Werder kam nach keiner guten Szene in der 1. Halbzeit immerhin noch auf 9 Torschüsse. Bei der Passquote hatten die Hannoveraner mit 63 Prozent leichte Vorteile (Bremen 57 Prozent).
  • Die Trainerstimmen:
    Michael Frontzeck (96-Trainer): „Die Mannschaft hat alles auf dem Platz gelassen und hätte den Sieg verdient gehabt. Der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann, ist der, dass sie aus der sehr, sehr guten 1. Halbzeit nur mit einem 1:0 rausgegangen ist. Der Freistoß war unhaltbar.“
  • Viktor Skripnik (Bremer Trainer): „Wir sind glücklich, wenn ich sehe, was wir in der 1. Halbzeit gezeigt haben. Nach der Pause haben wir nur noch wenig zugelassen von 96.“

Die Tabelle

Platz

Mannschaft

Spiele

S

U

N

Tore

Punkte

1.

Bayern München

32

24

4

4

77:16

76

2.

Bor. Mönchengladbach

32

18

9

5

50:23

63

3.

VfL Wolfsburg

31

18

8

5

65:34

62

4.

Bayer Leverkusen

32

16

10

6

59:35

58

5.

FC Augsburg

32

14

4

14

39:40

46

6.

FC Schalke 04

31

12

9

10

41:36

45

7.

Borussia Dortmund

32

12

7

13

43:38

43

8.

Werder Bremen

32

11

10

11

48:60

43

9.

1899 Hoffenheim

32

11

8

13

47:52

41

10.

Eintracht Frankfurt

32

10

9

13

54:61

39

11.

FSV Mainz 05

32

8

13

11

43:45

37

12.

1. FC Köln

31

8

12

11

30:36

36

13.

Hertha BSC

32

9

7

16

35:50

34

14.

Hamburger SV

32

8

8

16

22:48

32

15.

SC Freiburg

32

6

13

13

33:44

31

16.

Hannover 96

32

7

10

15

36:54

31

17.

SC Paderborn

31

7

10

14

29:59

31

18.

VfB Stuttgart

32

7

9

16

38:58

30

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