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Hannover 96 Hannover 96 plant ohne Schlaudraff
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96 plant ohne Schlaudraff
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00:16 09.01.2015
Spielt keine Rolle: Jan Schlaudraff. Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Die Fans mussten sich am Dienstagmorgen gedulden. Die Profis der „Roten“ kamen nämlich erst eine knappe Stunde später als erwartet aus der Kabine auf den Trainingsplatz. Das Aufwärmen hatte im Innern der HDI-Arena stattgefunden. Draußen ging es dann gleich mächtig zur Sache.

Tayfun Korkut, der Trainer von Hannover 96, musste seine Spieler gleich mehrfach ermahnen. „Vorsichtiger“, sagte er, wenn wieder einer zu übereifrig in einen Zweikampf gegangen war. Sie waren auch bemüht, die Vorgaben ihres Trainers umzusetzen, aber Tempo und Zug blieben in den Spielformen unverändert. Es ist Vorbereitungszeit - auch wenn nur auf die Rückrunde -, und fast jeder wittert wieder seine Chance.

Eine Stunde später als erwartet erschienen die „Roten“ am Dienstagmittag zu ihrer ersten Trainingseinheit des Tages auf dem Trainingsplatz. Aufgewärmt hatten sie sich im Innern der HDI-Arena – auf dem Platz gab das Team um Hannover 96 dann Gas.

Jan Schlaudraff zählte zu den auffälligsten Akteuren auf der Mehrkampfanlage. Mit seiner Ballsicherheit, seiner überragenden Technik, seinem guten Auge war er geradezu prädestiniert für diese Spielform. Dass Schlaudraff auch sichtlich Spaß an den Übungen hatte, das war dennoch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Denn 96 plant ohne den 31-Jährigen, der in den unvergesslichen Europa-Leage-Abenden eine so unterhaltsame Rolle gespielt hat. Es scheint so, als müsste schon ein mittleres Wunder geschehen, dass Schlaudraff noch einmal bei einem Pflichtspiel in der Anfangsformation der „Roten“ stehen wird.

„Wir haben das mit dem ,Schlaufi’ schon im Sommer ganz offen kommuniziert, dass es für ihn sportlich nicht ganz einfach wird“, sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner, „das hat sich jetzt ja bewahrheitet. Wenn er eine Chance hätte anderswo wieder mehr zu spielen, dann gibt es Möglichkeiten, ihn abzugeben. Das weiß er.“ 96 würde ihm, wenn es denn sein Wunsch wäre, behilflich sein, sagte Dufner weiter. „Ansonsten muss er den Konkurrenzkampf hier annehmen. Aber das wird mit Sicherheit schwer für ihn werden.“ Es liege nun an Schlaudraff selbst, wie er mit der Situation umgehe.

Jan Schlaudraff kam 2008 zu Hannover 96. Der Stürmer wurde nach und nach zum unverzichtbaren Spieler des Kaders. Im Sommer 2015 wurde bekannt, dass sein auslaufender Vertrag nicht verlängert werden soll. Er trug die Rückennummer 13.

Derzeit geht er höchst professionell mit seiner misslichen Lage um. Natürlich wird er fürstlich für seinen Job bei 96 entlohnt, aber es gibt genügend Negativbeispiele in der Bundesliga von Profis, die sich in ähnlichen Fällen einfach hängen ließen. Schlaudraff tickt nicht so. Er hängt an dieser Mannschaft und ist - auch wenn er derzeit nicht spielt - ein wesentlicher Bestandteil. Mal sehen, ob ihm das auf Dauer reicht.

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