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Hannover 96 Hannover 96 scheidet aus der Europa League aus
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12:04 22.02.2013
Von Heiko Rehberg
Sergio da Silva Pinto: Der Torschütze zum 1:0.
Sergio da Silva Pinto: Der Torschütze zum 1:0. Quelle: dpa
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Hannover

Das war bitter. Hannover 96 war am Abend in einem vor allem zum Schluss dramatischen Europa-League-Spiel kurz davor, Anschi Machatschkala aus dem Wettbewerb zu schmeißen. Doch der zweite Treffer, den die „Roten“ unbedingt gebraucht hätten, fiel nicht mehr, stattdessen sorgte Lacina Traoré in der Nachspielzeit für den 1:1-Endstand. Dank der 1:3-Niederlage im Hinspiel stand für 96 in der Endabrechnung das Aus im Sechzehntelfinale.

Hannover 96 hat das Achtelfinale in der Europa Leagueverpasst: Die "Roten" konnten gegen den russischen Spitzenclub Anschi Machatschkala trotz acht Minuten Nachspielzeit nur ein 1:1 erkämpfen.

Ein frühes Tor stand auf der Wunschliste von 96-Trainer Mirko Slomka ganz oben. Das klappte nicht trotz guter Gelegenheiten. Ansonsten aber konnte Slomka mit seiner Mannschaft zumindest eine Halbzeit lang und in der Schlussphase zufrieden sein. Sie fand von Beginn an eine ordentliche Balance zwischen druckvollem Spiel und Obacht auf die Konter von Anschi. Und immer wenn 96 in den Strafraum der Gäste flankte – meist wunderbar gezirkelt von Szabolcs Huszti (links) und Hiroki Sakai (rechts) –, wurde es gefährlich. Dabei bestätigte sich der Eindruck aus dem Hinspiel: Machatschkalas schwächster Mannschaftsteil ist die Abwehr.

Vier, fünf gute Chancen besaß 96 in der 1. Halbzeit. Dabei war nicht die Riesenmöglichkeit, aus der unbedingt ein Treffer werden muss. Aber bei Kopfbällen von Mame Diouf (23. Minute) und Didier Ya Konan (40.) wurde es gefährlich, genauso, als Huszti (7.) und Mohammed Abdellaoue (15.) den Ball nicht richtig trafen.

Und Anschi? Die beste Möglichkeit vor der Pause besaß Stürmerstar Samuel Eto’o nach einem Fehler von Sakai, ein Haken zu viel und ein schlechter Schuss ließen die 27 500 Zuschauer aber durchatmen. Ansonsten wirkten die Russen etwas lässig, etwas weniger entschlossen in der Zweikämpfen als 96.

Es war eine muntere Partie bei Minustemperaturen und Schneefall. Die „Roten“ wirkten vor allem in der 1. Halbzeit zielstrebiger als zuletzt in der Bundesliga, obwohl ausgerechnet die beiden zentralen Mittelfeldspieler Sergio da Silva Pinto und Manuel Schmiedebach einen schwachen Tag erwischt hatten und beim Tempo einige Male nicht mitkamen. Das Hauptproblem aber war: Mit jeder Minute ohne Tor wurde es schwieriger, auch das Abwägen bei der Frage, ab wann mehr Risiko vonnöten ist.

Abwägen bedeutete auch: Wann bringt Slomka Jan Schlaudraff? In der 61. Minute war es so weit, zu einem Zeitpunkt, als das hannoversche Offensivspiel rätselhafterweise fast vollständig zum Erliegen gekommen war.

Anschi konnte sich nun bequemer einrichten und verzögerte das Spiel, wann es möglich war. Dass es da Silva Pinto war, der bis dahin schwächste 96er, der sein Team mit einem Tor wieder aufweckte, war eine der Kuriositäten des Abends: Sein 1:0 in der 70. Minute hatte belebende Wirkung.

Bei stärker werdendem Schneefall und mit einem orangen Ball ging es in eine packende Schlussphase mit acht (!) Minuten Nachspielzeit. 96 war jetzt dran, angetrieben von den nun begeistert mitgehenden Fans. Anschi wackelte, stolperte aber nicht und schaffte sogar noch ein Remis dank Traoré. Für 96 blieb nur die bittere Erkenntnis, dass ein Weiterkommen möglich gewesen wäre.

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