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Hannover 96 Hannover 96 schlägt Poltawa 3:1
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17:17 15.02.2012
Von Heiko Rehberg
Beim Debüt von Torhüter Markus Miller hat Hannover 96 den höchsten Europapokalsieg der Vereinsgeschichte gefeiert.
Beim Debüt von Torhüter Markus Miller hat Hannover 96 den höchsten Europapokalsieg der Vereinsgeschichte gefeiert. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Wohin entscheidet sich bei der Auslosung des Sechzehntelfinales. Wie lange die Reise gehen wird, dafür lieferte das freundschaftlichste Europacupspiel der Vereinsgeschichte keine Indizien.

Wenn es schon um nichts geht, dann will man wenigstens Tore sehen. In dieser Hinsicht durften die 42.000 Zuschauer durchaus zufrieden sein. Zwar war nicht zu übersehen, dass 96 – wer will es der Elf verübeln – manches ein wenig lockerer angehen ließ. Und so wenig bedrängt wie Poltawa in der 1. Halbzeit durften Bundesligagäste in der AWD-Arena bislang nicht durchs Mittelfeld kombinieren. Gut für die „Roten“, dass die Ukrainer das spielerisch ansehnlich machten, der Abschluss aber nicht zu ihren Stärken gehört. Und gut für 96, dass der eine oder andere in der Mannschaft seinen ganz persönlichen Ehrgeiz an diesem nasskalten Dezemberabend entwickelte.

Konstantin Rausch zum Beispiel will unbedingt zeigen, dass er in die Stammelf gehört, ein Tor wie das 1:0 (24. Minute) ist ein überzeugendes Argument. Sein trockener Schuss mit rechts aus 18 Metern war die erste nennenswerte Aktion des Spiels.

Neun Minuten später traf der andere 96-Profi, der zuletzt unzufrieden war mit seiner Rolle als Joker auf der Ersatzbank. Didier Ya Konan durfte diesmal von Anfang an ran, einiges missglückte ihm auch gegen Poltawa, aber Fortuna klopfte ihm mal wieder auf die Schulter. Sein Schuss in der 34. Minute wurde unhaltbar zum 2:0 für die Hannoveraner abgefälscht – Ya Konan schnappte sich den Ball, ließ ihn unter seinem Trikot verschwinden und startete durch zum Jubeln zur nächsten Fernsehkamera. Seine Treffer feierte der Mann von der Elfenbeinküste immer noch am emotionalsten bei 96.

Dass auch die emsigen Gäste aus der Ukraine einmal jubeln durften, gönnten ihnen sogar die hannoverschen Fans. Und wann gibt ein Tor des Gegners schon mal so wenig Grund zum Ärgern wie Poltawas 1:2 durch einen von Roman Bezus verwandelten Foulelfmeter nach einer Ungeschicklichkeit von Abwehrspieler Mario Eggimann?

Größere Erkenntnisse gab es ansonsten nicht zu gewinnen, sieht man einmal davon ab, dass sich 96 bis Sonntag zum Bundesligaspiel in Kaiserslautern Gedanken über einen Elfmeterschützen machen muss. Rausch versuchte es in der 57. Minute und scheiterte an Worskla-Torhüter Sergej Dolganski.

Und dann war da noch Artur Sobiech, der Pole, der bislang nicht zeigen konnte, warum ihn 96 verpflichtet hat. In der 78. Minute stand er nach bis dahin unauffälliger Leistung und schöner Vorarbeit von Ya Konan goldrichtig und traf zum 3:1. Noch einer, für den es ein gelungener Europacupabend war.

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