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Hannover 96 Keine erstligareife Leistung
Sportbuzzer Hannover 96 Keine erstligareife Leistung
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16:02 05.08.2013
Von Christian Purbs
Erleichterung bei Hannover 96: Sobiech hat das 1:0 erzielt. Quelle: dpa
Hamburg/Hannover

Mit viel Mühe hat Hannover 96 die erste Pokalhürde gemeistert. Mit 2:0 setzte sich der Fußball-Bundesligist am Nachmittag beim Regionalligisten Victoria Hamburg durch. 2:0, das klingt erst einmal einigermaßen souverän, doch das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Durch die Tore von Artur Sobievh und Szabolcs Huszti ziehen die „Roten“ zwar verdient in die 2. Runde des DFB-Pokals ein. Gegen den nach dem Schlusspfiff von den 4784 Zuschauern im Stadion Hoheluft für seinen großen Widerstand gefeierten Viertligisten wurde jedoch auch deutlich, dass 96 noch einiges von einer bundesligatauglichen Leistung entfernt ist. Auf der anderen Seite: 96 ist eine Runde weiter, und das ist es, was zählt. Oder, wie Christian Schulz es ausdrückte: „Die 1. Runde im Pokal ist halt so.“

Hannover 96 trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den SC Victoria Hamburg.

Dass der Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals für Hannover 96 kein Spaziergang werden würde, das hatten die „Roten“ schon bei der Auslosung geahnt. Das Hamburger Team aus dem Stadtteil Eppendorf hatte in den vergangenen Jahren schon manchen Erstligisten geärgert. Und daran knüpfte Victoria auch gegen 96 an. Was Mirko Slomka da bis weit in die 2. Halbzeit hinein von seiner Mannschaft zu sehen bekam, konnte dem 96-Trainer nicht gefallen. Immer wieder machte sich Slomka von seinen Platz auf den Weg an den Spielfeldrand, um seinen Spielern Anweisungen zu geben. Was auch immer der Coach da sagte, umsetzen konnten es die Profis nicht. Das größte Manko im 96-Spiel war die fehlende Dynamik. Natürlich war der Bundesligist das bessere und überlegene Team, doch Kapital schlugen die „Roten“ daraus nicht. Es dauerte viel zu lange, bis 96 endlich einmal Fahrt aufnahm, daran konnte auch Leonardo Bittencourt, der ein unauffälliges Pflichtspieldebüt für 96 gab, nichts ändern.

Mangelndes Tempo war jedoch nicht das einzige Manko gegen einen Gegner, der es den „Roten“ seinen Möglichkeiten entsprechend schwer machte. Auch von Kreativität im Spiel des Bundesligisten war kaum einmal etwas zu sehen. Die beste Chance bis zur Halbzeit hatte Mame Diouf, kurz nachdem Schiedsrichter Marcel Unger in der 24. Minute die Partie für eine etwa zweiminütige Trinkpause unterbrochen hatte. Jan Schlaudraff kam im Hamburger Strafraum ungestört zum Flanken, der Kopfball vom freistehenden Diouf landete aus fünf Metern jedoch in den Armen des starken Victoria-Torhüters Tobias Grubba. Der hatte bereits in der 6. Minute gegen den allein vor seinem Tor aufgetauchten Diouf geklärt und so sein Team im Spiel gehalten.

Mit diesem Profikader spielen die „Roten“ in der Bundesligasaison 2013/2014.

„Wir haben das Spiel teilweise verschleppt“, sagte Slomka, der zudem die mangelnde Chancenauswertung und das kaum praktizierte Spiel über die Außen bei seinem Team bemängelte. Einen Rückschluss von der Partie gegen den Regionalligisten auf den Bundesligastart am kommenden Sonnabend gegen den VfL Wolfsburg wollte der Trainer jedoch nicht zulassen. „Das ist etwas anderes. Wir haben noch eine Woche Zeit, uns darauf zu konzentrieren.“

Vielleicht bekommt dann Artur Sobiech eine Chance in der Startelf. Der nach einer Stunde für den enttäuschenden Schlaudraff eingewechselte Stürmer brachte die „Roten“ mit seinem Kopfballtor nach einer Flanke von Christian Pander in Führung (69. Minute). Danach war die Partie entschieden, das 2:0 durch Huszti in der Nachspielzeit hatte nur noch statistischen Wert. „Ich habe von Anfang an Gas gegeben für die Mannschaft. Das war mein Auftrag“, sagte Sobiech. Den hat der Pole erfüllt. Das konnte man am Sonnabend jedoch nicht von allen 96-Spielern behaupten.

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