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Hannover 96 Bei den „Roten“ geht es ganz schnell
Sportbuzzer Hannover 96 Bei den „Roten“ geht es ganz schnell
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07:16 18.09.2014
Von Björn Franz
Sollte Miiko Albornoz tatsächlich ausfallen, könnte Felipe wieder ins Team von Hannover 96. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Tayfun Korkut zählte laut mit. „Eins, zwei, drei, vier ...“, schallte es gestern Vormittag immer wieder über die Mehrkampfanlage. Jede Zahl stand bei der Spielform, mit der die Profis von Hannover 96 den Großteil des Trainings verbrachten, für eine Ballberührung. Und der Trainer des Fußball-Bundesligisten musste schnell zählen, denn das Spielgerät lief – nicht zuletzt wegen der Vorgabe von höchstens drei Ballkontakten – sehr zügig durch die Reihen der beiden Mannschaften.

Schon beim – speziell in den ersten 30 Minuten – starken Auftritt gegen den Hamburger SV am Sonntag (2:0) waren die schnellen Ballstafetten sehr auffällig gewesen. Immer wieder passten sich die „Roten“ den Ball an der Seitenlinie auf engstem Raum zu, um ihn dann entweder überraschend in die Spitze zu spielen oder das Geschehen mit einem langen Flügelwechsel auf die andere Seite zu verlagern. Und Korkut klatschte bei diesen Aktionen regelmäßig an der Seitenlinie Applaus – oder animierte seine Spieler mit einer Mischung aus Rufen („Spielen, spielen“) und begleitenden Handbewegungen zu noch mehr schnellen Passfolgen.

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Mit Strechband und Gewichten: Die Profis von Hannover 96 trainieren am Mittwoch.

Ein 96-Profi war dabei offensichtlich ganz in seinem Elemen: Miiko Albornoz. Der Neuzugang harmonierte auf der linken Seite hervorragend mit dem Japaner Hiroshi Kiyotake. Und da er zudem auch mit Joselu, dem im Sturm gesetzten Spanier, immer wieder den Doppelpass suchte, erntete der 23-Jährige immer wieder Szenenapplaus von den Zuschauern, denen diese Art von Fußball offensichtlich ziemlich viel Spaß machte.

Chance für Felipe?

Doch ausgerechnet Albornoz, der mit seinen technischen Fähigkeiten sowie einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Unbekümmertheit wie gemacht für den neuen Spielstil der Hannoveraner ist, fehlte gestern Vormittag. Der in Schweden aufgewachsene zweifache Nationalspieler, der am Sonntag wegen des Ausfalls von Christian Pander (Fieber) aus dem linken Mittelfeld auf die linke Abwehrseite zurückgerückt war, musste laut Korkut wegen Achillessehnenproblemen kürzertreten. Da am Nachmittag noch eine zweite Einheit angesetzt war – die allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand –, wollte der 96-Trainer den Linksfuß lieber schonen, der nur ein individuelles Programm absolvierte.

Derzeit deutet alles darauf hin, dass Albornoz am Sonnabend beim starken Aufsteiger SC Paderborn dabei sein kann. Doch wenn die Beschwerden anhalten sollten, hätte Korkut ein Problem: Denn auch Pander musste gestern noch passen, sodass beide Linksverteidiger auszufallen drohen. Bliebe als Alternative Christian Schulz, der aus der bislang starken Innenverteidigung nach links rücken müsste. Den Platz an der Seite von Marcelo im Zentrum könnte dann Felipe einnehmen. Es wäre das erste Bundesligaspiel des Brasilianers seit dem 11. Mai 2013.

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