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Hannover 96 96 unterliegt Schalke mit 1:3
Sportbuzzer Hannover 96 96 unterliegt Schalke mit 1:3
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22:43 04.12.2015
Von Jörg Grußendorf
Hannover 96 spielt auswärts gegen Schalke 04. Quelle: dpa
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Gelsenkirchen

Ein Schritt vor, ein gewaltiger zurück. Der Gala gegen Ingolstadt folgte am Freitagabend wieder eine schwache Leistung der „Roten“ in der Fußball-Bundesliga. Hannover 96 war beim 1:3 beim FC Schalke 04 mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient. 61 229 Zuschauer sahen eine klar überlegene Heimmannschaft und ein harmloses Gästeteam, das lediglich zu ein, zwei Chancen kam, als längst alles gelaufen war. Da führte Schalke längst mit 2:0, als Allan Saint-Maximin mit der zweiten 96-Chance überhaupt zwischenzeitlich verkürzte (81. Minute).

Hannover 96 trifft im Auswärtsspiel auf Schalke 04.

Dabei hatten die Hannoveraner die Partie ganz ordentlich begonnen. Sie griffen früh an und zwangen die Schalker zu Fehlern im Aufbau. Doch nach und nach ging die Sicherheit verloren, die Gastgeber übernahmen mehr und mehr das Kommando. 96 verfiel wieder in überwunden geglaubte Verhaltensmuster und beschränkte sich auf das Reagieren. Und rückte damit oft in die Rolle des Zuschauers.

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Es liefen plötzlich viele Angriffe in Richtung 96-Tor; und auch die Qualität der Schalker Chancen nahm zu. Leroy Sané, Max Meyer und zweimal Klaas-Jan Huntelaar hätten schnell alles klar machen können. Doch sie waren zu unentschlossen im Abschluss und verschoben die Entscheidung zumindest bis in die zweiten Halbzeit. Da machten die „Königsblauen“ es schnell besser.

Als Marcelo Huntelaar im Strafraum – warum auch immer – foulte, gab es Strafstoß; Geis nutzte die erste Chance nach der Pause per Elfmeter zum 1:0 (51.). Huntelaar selbst (73.) und der eingewechselte Franco Di Santo (82.) machten alles klar.

Ausgeguckt für ihr schnelles Angriffsspiel hatten die Schalker besonders die linke Abwehrseite der „Roten“. Miiko Albornoz und Christian Schulz saßen nicht nur wegen des rutschigen Bodens des Öfteren auf dem Hosenboden, sondern weil sie mitunter schwindelig gespielt worden. In erster Linie von Leroy Sané. Für den neutralen Zuschauer war es ein Genuss, diesem jungen Schalker zuzusehen. Schulz, Albornoz und auch einige andere 96er, die von Sané genarrt wurden, werden das anders gesehen haben.

Und nach vorn? Ging bei 96 fast gar nichts. Das Tor von Saint-Maximin, dazu ein Pfostenschuss von Kenan Karaman. Beides in der Schlussphase. Das war es auch schon. Dem Angriffsspiel war das Fehlen von Uffe Bech deutlich anzumerken. Der Däne hatte am Mittwoch im Training einen Schlag auf die Rippe bekommen. Wohl daraus entwickelte sich eine schmerzhafte Nervenentzündung, die medikamentös behandelt wird. Da die Entzündung peu à peu abklingen muss, ist es nicht sicher, ob Bech zumindest in der nächsten Woche bei 1899 Hoffenheim wieder mitwirken kann.

In Gelsenkirchen fehlten seine dynamischen Antritte und seine quirlige Art gewaltig. Von Leon Andreasen über rechts oder Kenan Karaman über links gingen kaum brauchbare Offensivaktionen aus. So blieb am Ende ein enttäuschender Auftritt, bei dem nur in den ersten 20 Minuten die eine oder andere Aktion zumindest annähernd an das gelungene Spiel gegen Ingolstadt vor Wochenfrist erinnerte.

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