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Hannover 96 Hannover 96 will Eilenriedestadion erweitern
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96 will Eilenriedestadion erweitern
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19:59 15.10.2013
Von Andreas Schinkel
Das Stadion an der Eilenriede soll zu einem Leistungszentrum ausgebaut werden. Quelle: Petrow
Hannover

Noch aber seien die Verhandlungen mit der Stadt Hannover über die Umbaupläne nicht abgeschlossen. „Wir haben noch keinen unterschriftsreifen Vertrag“, betonte Kind. Fest stehe aber, dass das Gelände an der Clausewitzstraße nicht aufgegeben wird.

Die historische Sportanlage in der Nähe des Zoos steht unter Denkmalschutz. Kind hatte noch Anfang des Jahres erwogen, das Eilenriedestadion abzureißen und am Kronsberg oder sogar in der Wedemark einen Standort aufzubauen. Allerdings hat er einen Pachtvertrag für das Gelände im Zooviertel – mit einer Laufzeit von 96 Jahren. Und die rot-grüne Ratsmehrheit will den Verein lieber in Citynähe halten, allein wegen der guten Erreichbarkeit für Nachwuchsspieler.

Jetzt deutet alles darauf hin, dass die traditionelle Sportanlage erhalten bleibt. Die Pläne sehen vor, das Stadion erheblich zu erweitern, sodass bis zu 5000 Zuschauer Platz finden. Dabei soll die historische Haupttribüne bestehen bleiben. Um die Fußballarena sollen sechs größere und drei kleinere Spielfelder geschaffen werden. Hinzu kommt noch ein Sportinternat für den 96-Nachwuchskader. Dort sollen auch Ärzte und Physiotherapeuten untergebracht werden können. Zwölf Doppelzimmer sind für die Spieler reserviert.

Da der Ausbau weitere Flächen beansprucht, müssen auch die umliegenden Vereine zustimmen. So muss der Hockeyclub Hannover umziehen, er bekommt aber eine Ersatzfläche. Auch der LSV Alexandria verliert seinen Ascheplatz an 96, dort sollen künftig die Breitensportler von Hannover 96 trainieren. Mit den umliegenden Vereinen sei man „in guten Gesprächen“, sagt Kind. Auch die Klubgaststätte von Hannover 96 bekommt eine neue Adresse. Bisher war sie in der Clausewitzstraße beheimatet, jetzt soll sie in die Stammestraße ziehen.

Das Klubhaus ist in die Jahre gekommen und hätte ohnehin saniert werden müssen. So hat man sich nun für einen Neubau entschieden. Ein Streitpunkt in den Verhandlungen zwischen Verein und Stadt waren bisher die alten Eichen auf dem Grundstück gewesen. 96 hatte ursprünglich vor, die Bäume zu fällen, jetzt können die zum Teil 100 Jahre alten Bäume stehen bleiben. Das dürfte vor allem die Grünen im Rat freuen, die gegen die Fällungen protestiert hatten.

Ende Juli sollen die Verträge zwischen Hannover 96, den betroffenen Sportvereinen und der Stadt unterschriftsreif sein. Das gesamte Bauprojekt soll im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres starten. Die Kosten von bis zu 20 Millionen Euro bezahlt der Verein aus eigener Tasche, sichert sich aber vonseiten der Stadt Hannover die Erbpacht bis zum Jahre 2096.

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