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Hannover 96 96 hat im Testspiel die Nase vorn
Sportbuzzer Hannover 96 96 hat im Testspiel die Nase vorn
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00:17 22.01.2015
Volle Kraft voraus: Torschütze Jimmy Briand (2. v. r.) scheut im Testspiel gegen Viktoria Pilsen den Kontakt mit dem Gegner nicht.
Volle Kraft voraus: Torschütze Jimmy Briand (2. v. r.) scheut im Testspiel gegen Viktoria Pilsen den Kontakt mit dem Gegner nicht. Quelle: Treblin
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Belek

Es war der wohl wichtigste Test für Hannover 96 beim Trainingslager in der Türkei – und er war sehr ansehnlich. Eine Halbzeit lang machte es sogar richtig Spaß, den „Roten“ beim 1:0-Erfolg gegen Viktoria Pilsen zuzusehen – das Tor des Tages erzielte Jimmy Briand bereits nach 2:25 Minuten. Da lief der Ball klasse durch die eigenen Reihen, da gelang den „Roten“ schon sehr viel.
Es wurde schnell deutlich, dass die 96-Mannschaft auf dem Weg zum Feinschliff schon sehr weit ist. Das viele Taktiktraining in den bisherigen neun Tagen von Belek hat sich ausgezahlt. Da griff, wie es so schön heißt, ein Rädchen ins andere. Und hinten lässt das Team, das gestern sehr lange in der vermeintlichen Stammbesetzung spielte, kaum noch etwas zu: Es war der dritte Test des Trainingslagers, der zu null endete.

Im Testspiel gegen Viktoria Pilsen hat sich Hannover 96 am Montag mit 1:0 durchgesetzt. Den Siegtreffer erzielte Jimmy Briand durch ein Blitztor in der 3. Minute.

96 drückte von Beginn an aufs Tempo, der Ball lief häufig direkt. Die Spieler waren ständig in Bewegung und darauf bedacht, wie von Trainer Tayfun Korkut gefordert, ihre Positionen zu besetzen. Ohnehin war Korkut an der Linie sehr aktiv, stellte seine Profis immer wieder aufs Neue ein, gab taktische Tipps, trieb an. Und, wie schon am Sonnabend beim 1:0 gegen Young Boys Bern, war er auch gestern Abend zufrieden. „Fußballerisch war das sehr, sehr gut, was wir geboten haben“, sagte Korkut. „Aber wir müssen einfach mehr Tore schießen.“

Einziges Manko war wie schon gegen Bern die Chancenauswertung. „Das ist uns in der Bundesliga-Hinrunde schon passiert“, sagte der 40-jährige Cheftrainer, „das müssen wir schleunigst abstellen, weil man sonst Punkte liegen lässt.“

Bezeichnend war dabei eine Dreifachchance in der 63. Minute: Briand lief nach einem Pass von Lars Stindl von der Mittellinie allein aufs Tor zu. Er schloss aber nicht ab, obwohl es möglich war, sondern passte auf Leonardo Bittencourt. Auch der zögerte, spielte zurück auf Briand – und als dieser dann auf Joselu passte, war endgültig alles zu spät.

Nun, gegen Pilsen mit einem schwachen ehemaligen 96er Frantisek Rajtoral, konnten die „Roten“ sich die Abschlussschwächen erlauben. Zu überlegen waren sie – die Tschechen kamen in der 1. Hälfte zu keiner nennenswerten Torchance. Nach der Pause sah das kurzzeitig anders aus, da hatte Ron-Robert Zieler dreimal das Glück des Tüchtigen. Einmal lag das an Stindl: Dem Kapitän war ein Rückpass daneben gegangen – der Ball rollte daraufhin knapp am 96-Tor vorbei (54.).

Danach hatten die „Roten“ aber wieder alles im Griff. Sie spielten zwar nicht mehr so dominant und ansehnlich wie vor dem Wechsel. Auch nicht mehr so geordnet, was nicht an Korkut lag, der von draußen weiterhin alles gab. Dafür setzten sie mehr auf Spielkontrolle – und dies gelang ganz ordentlich. Auch noch, als die Kräfte nachließen und Korkut einige Wechsel vornahm. Und Riesenchancen gab es weiterhin.

Für Hannover 96 spielten: Zieler – Sakai (77. Stankevicius), Marcelo, Schulz, Albornoz (77. Pander) – Gülselam, Schmiedebach – Briand, Stindl (77. Schlaudraff), Bittencourt (88. Ernst) – Joselu (84. Karaman).

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