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Hannover 96 Sakai bleibt die Schwachstelle
Sportbuzzer Hannover 96 Sakai bleibt die Schwachstelle
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00:15 04.02.2015
Von Christian Purbs
Blieb blass: Hiroki Sakai (hier gegen Christian Fuchs) zeigte auch gegen Schalke keine gute Leistung. Quelle: Bernd Thissen
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Hannover

Die Diskussionen und Gespräche, die in den vergangenen Wochen zum Thema Rechtsverteidiger bei Hannover 96 geführt wurden, konnten Hiroki Sakai nicht gefallen haben. Die Suche nach einem neuen Abwehrspieler für die rechte Seite stand auf der Prioritätenliste der „Roten“ ganz oben, nach der gescheiterten Verpflichtung des Wunschkandidaten Petar Stojanovic von NK Maribor präsentierte 96 am vergangenen Freitag mit dem portugiesischen Nationalspieler João Pereira dann doch einen Neuzugang für die ausgemachte Schwachstelle hinten rechts. Gegen Schalke hatte Sakai noch einmal Gelegenheit, mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam zu machen und um seinen Platz zu kämpfen. Es stand einiges auf dem Spiel für den Japaner. Wie ging er mit dem Druck um, nutzte er seine Chance? Beim Sakai-Check haben wir genau hingesehen.

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Die Defensive: Noch nicht einmal 40 Prozent seiner Zweikämpfe konnte Sakai gegen seine Schalker Gegenspieler gewinnen, das ist der schwächste Wert im gesamten 96-Team und für einen Verteidiger eine miserable Quote. Probleme bereitete dem 24-Jährigen besonders der ständige Positionswechsel der Schalker auf seiner Seite. Der offensiv spielende Max Meyer ließ sich immer wieder zurückfallen oder zog in die Mitte, sodass sich Sakai auf der rechten Abwehrseite meistens mit Schalkes Linksverteidiger Christian Fuchs beschäftigen musste. Und den Österreicher bekam er überhaupt nicht in den Griff. Viel zu oft ließ Sakai dem Schalker zu viel Platz, den Fuchs immer wieder für seine gefährlichen Flanken nutzen konnte. In vielen Szenen agierte der Japaner zu zögerlich und machte es damit den Gegenspielern leicht, an ihm vorbeizukommen.

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Die Offensive: Am gegnerischen Strafraum tauchte der 96-Verteidiger kaum einmal auf. Er schien hauptsächlich darauf bedacht zu sein, in der Defensive möglichst wenige Fehler zu machen. Seine Passivität im Spiel nach vorne fiel deshalb so auf, weil Fuchs zeigte, wie man die Rolle des Abwehrspielers auch offensiv mit Leben ausfüllen kann. Beim Aufbauspiel wählte Sakai meistens mit dem Rückpass die sichere Variante, Überraschendes hatte er nicht zu bieten. Auch fehlten ihm bei seinen Aktionen Ruhe und Selbstvertrauen. Geriet er unter Druck, beförderte er den Ball möglichst hoch und weit in die gegnerische Hälfte.

Das Fazit: Für einen, der um seinen Stammplatz kämpft, war das eine enttäuschende und blasse Vorstellung. Ob Sakai im Heimspiel gegen Mainz 05 noch eine weitere Chance bekommt, um Werbung in eigener Sache zu machen, hängt wohl nur davon ab, ob Neuzugang Pereira fit ist für seine Bundesligapremiere. Und ob Trainer Tayfun Korkut davon überzeugt ist, dass der Portugiese mit seiner Erfahrung und Routine die sehr kurze Eingewöhnungszeit kompensieren kann. Sakai, so hat es zumindest den Eindruck, wird ihm dabei nicht im Weg stehen.

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