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Hannover 96 Vom Buhmann zum Hoffnungsträger
Sportbuzzer Hannover 96 Vom Buhmann zum Hoffnungsträger
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00:15 20.05.2015
Von Norbert Fettback
„Es macht Spaß, ihm zuzusehen“: Jimmy Briand (96, links) lässt Augsburgs Daniel Baier keine Chance.  Quelle: Christof Stache
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Augsburg

So schnell kann sich das ändern. So schnell kann jemand vom Buhmann zum Hoffnungsträger werden. Es ist erst wenige Wochen her, da wünschten viele 96-Anhänger den Mann im rechten Mittelfeld der „Roten“ noch zum Teufel. Und die allerwenigsten konnten nachvollziehen, warum der damalige Trainer Tayfun Korkut es immer wieder mit Jimmy Briand versuchte. Häufige Ballverluste, zu wenig Torgefahr, stets bemüht: Für einen Stammplatz in der 1. Bundesliga war das entschieden zu wenig.

Jedenfalls auf dieser Position. Und siehe da: Seit Kurzem, Monate nachdem die Transferliste geschlossen worden ist, scheinen die „Roten“ einen neuen Spieler unter Vertrag zu haben. Er trägt zwar weiterhin die Rückennummer 21, doch zu erleben ist ein anderer Jimmy Briand. Ihm fliegen inzwischen sogar die Herzen der 96-Anhänger zu. Weil er endlich das vollbringt, weshalb er nach Hannover geholt worden ist: im Angriff zu wirbeln.

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Beim 2:1-Sieg in Augsburg zeigte Hannover 96 eine geschlossene Mannschaftsleistung. Nur Rechtsverteidiger Hiroki Sakai erwischte einen Schwarzen Tag und verpatzte mit einer fast schon ungenügende Leistung beinahe den Sieg. So waren die „Roten“ am vorletzten Spieltag in Form.

Beim 2:1 in Augsburg hat der 29-Jährige zwei blitzsaubere Torvorlagen aufs Feld gezaubert. Es ist noch gar nicht lange her, da ist derselbe Spieler bei der Ballannahme, normalerweise die einfachste Übung für einen Profi, wiederholt ins Stolpern geraten. Auch jetzt gelingt ihm nicht alles, aber es kommt entschieden mehr heraus fürs Team. Siebenmal hat Briand inzwischen 96-Treffer vorbereitet, zuletzt waren besonders wichtige Vorlagen dabei. Hinzu kam sein wichtiger Anschlusstreffer zum 1:2 in Wolfsburg. Es geht voran bei Briand, und er tut der Mannschaft endlich gut, seitdem ihn Michael Frontzeck als Stürmer aufbietet. Für Briand scheint das eine Art Erlösung zu sein.

„Er ist so ein cleverer Spieler und hat so viel Erfahrung“, sagt Lars Stindl, der jüngst dreimal in Folge nach einem Zuspiel des Franzosen den Ball ins Tor beförderte. „Jimmy trifft oft die richtige Entscheidung.“ So soll es am besten auch kommenden Sonnabend sein, beim „Abstiegs-Endspiel“ gegen den SC Freiburg. Vorlage Briand, Tor Stindl, und damit wieder ein Sieg für 96? Es wäre ein Traum für 96 und die Fans der „Roten“.

Briands Vertrag in Hannover gilt noch bis Ende Juni. Ob es hier für ihn weitergeht, hängt auch davon ab, wohin der Weg 96 führt. Und damit irgendwie auch von ihm selbst. Clubchef Martin Kind würde sich im Fall des Falles nicht dagegen sträuben, dass der Angreifer eine Saison dranhängt. Er scheint ohnehin Fan von Briand zu sein. „Es macht Spaß, ihm zuzusehen“, sagt Kind, dem nicht verborgen geblieben ist, dass der Franzose jetzt auf einer Position spielt, „wo er Unruhe und Gefährlichkeit ausstrahlt“.

Warum nicht früher? Das ist eine Frage, die man sich beim Rückblick auf diese Saison auch stellen muss.

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