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Hannover 96 Kinds große Suchaktion
Sportbuzzer Hannover 96 Kinds große Suchaktion
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00:26 24.04.2015
Von Jörg Grußendorf
Quelle: Sebastian Kahnert
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Hannover

Der gerade erst verpflichtete Michael Frontzeck ist ein „Fünf-Spiele-Trainer“, wie Clubchef Martin Kind ihn nennt. Dazu kommen eventuell die Relegation und einige Freundschaftsspiele, dann ist das Kapitel Frontzeck, falls der nicht in den verbleibenden Wochen Revolutionäres schafft, beendet. Und Dirk Dufner ist ein Sportdirektor auf (Kurz-)Zeit. Seine Verweildauer bei 96 ist trotz eines Vertrages bis 2016 abgelaufen, Kind plant längst ohne ihn und hätte ihn wohl am liebsten schon gemeinsam mit Trainer Tayfun Korkut rausgeworfen.

Bestätigen will Kind Letzteres nicht. Aber genügend Aussagen des 70-Jährigen in der jüngeren Vergangenheit lassen gar keinen anderen Schluss zu. Er kritisierte mehrfach Arbeit und Arbeitsauffassung Dufners; am meisten ärgert er sich über die falsche Zusammenstellung der teuren Mannschaft. Dass Dufner Trainer Frontzeck mit aussuchen durfte, ist auch kein Argument für ihn. „Entweder er ist Sportdirektor, oder er ist es nicht. Halb schwanger gibt es nicht“, sagt Kind süffisant. Doch das Thema Sportdirektor will der Clubchef erst einmal hinten anstellen. „Wir wollen einfach Ruhe haben im Verein“, sagt Kind, „und uns auf die letzten Saisonspiele konzentrieren. Alles andere lenkt nur ab von unserem wichtigsten Ziel Klassenerhalt.“

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Dennoch werden seit Wochen etliche Namen mit 96 in Verbindung gebracht. Andreas Rettig soll laut „Bild“-Zeitung bei den „Roten“ sogar schon zugesagt haben. Aber auch Jan Schindelmeiser (zuletzt Hoffenheim), Rouven Schröder (Werder Bremen/Kind: „Den Namen höre ich das erste Mal.“) oder Andreas Bornemann (zuletzt Kiel) und sogar Oliver Kreuzer (zuletzt Hamburger SV) sollen auf der Liste stehen. „Sie können mir glauben“, sagt Clubchef Kind, „wir haben noch mit niemandem gesprochen.“ Dabei würde es wirklich Zeit.

Dufner selbst hält sich wie sein Chef bei dem Thema bedeckt. „Wir schauen nur auf diese fünf Spiele, alles andere dann später – das gilt auch für mich“, sagte er. Beeinflussen kann der 47-Jährige die Entscheidung des Vereins ohnehin nicht. Es sei denn, er tritt von sich aus zurück. Aber dann würde Dufner wohl eine Menge Geld verlieren, wenn er nicht bereits einen anderen Arbeitgeber in Aussicht hat.

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