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Hannover 96 Korkut muss Projekt „Moderner Fußball“ vertagen
Sportbuzzer Hannover 96 Korkut muss Projekt „Moderner Fußball“ vertagen
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00:15 11.03.2015
Von Heiko Rehberg
Foto: Gegen die Super-Bayern, darf man verlieren – nur möglichst nicht zu hoch.
Gegen die Super-Bayern, darf man verlieren – nur möglichst nicht zu hoch. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

Das Schöne an den Niederlagen gegen Bayern München ist, dass sie praktisch außerhalb der Wertung laufen. Gegen die Übermannschaft der Liga, gegen die Super-Bayern, darf man verlieren – nur möglichst nicht zu hoch. Wenn man sich dann noch achtbar wie Hannover 96 am 24. Spieltag aus der Affäre zieht, dann kann man mit ein bisschen gutem Zureden sogar von einem kleinen Mutmacher reden.

Die 96-Verantwortlichen ordnen das 1:3 genau so ein, sie sind überzeugt, dass ihnen diese Niederlage mehr hilft als zuletzt ein trostloses 1:1 gegen das Schlusslicht VfB Stuttgart. Diese Sichtweise ist erlaubt, ob wirklich etwas dran ist, wird sich in den kommenden Spielen in Mönchengladbach und gegen Dortmund zeigen. Denn 96 braucht dringend Punkte für den Klassenerhalt.

Bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München hat sich Hannover 96 achtbar aus der Affäre gezogen. So waren die „Roten“ in Form.

Darauf zu setzen, dass der SC Freiburg, Hertha BSC oder Stuttgart weiter torlos vor sich hinstümpern, ist riskant. Bislang verhindert nur die Schwäche der anderen, dass sich die hannoversche Situation trotz anhaltender Erfolgslosigkeit dramatisch zuspitzt.

Gilt die Vorgabe von Clubchef Martin Kind noch, dass aus drei Spielen drei Punkte her müssen, dann braucht 96 gegen Mönchengladbach oder Dortmund einen Sieg. Sonst wird auch Trainer Tayfun Korkut erneut zur Diskussion stehen.

Bislang liegt Kind mit seinem Festhalten am Trainer richtig. Die Leistung der Mannschaft gegen die Bayern war ein Beweis, dass Korkut bei den Spielern weiter Gehör findet. Für den 40-Jährigen brachte die Vorstellung eine wichtige Erkenntnis: Sein Team ist keine Ballbesitz-Mannschaft. Daraus muss Korkut die richtigen Schlüsse ziehen, auch wenn ihm dieser Konterstil aus der Mirko-Slomka-Ära missfällt. Das Projekt „Moderner Fußball“ muss bis zum geschafften Klassenerhalt vertagt werden. Es wäre keine Niederlage für den Trainer.

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