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Hannover 96 Korkut schmeißt Felipe aus dem Kader
Sportbuzzer Hannover 96 Korkut schmeißt Felipe aus dem Kader
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00:15 19.02.2015
Von Christian Purbs
„So ein Auftreten über einen längeren Zeitraum ist nicht akzeptabel“: 96-Trainer Tayfun Korkut (rechts) übt Kritik an Felipes Arbeitseinstellung. Quelle: HAZ
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Hannover

Nicht nur wenn es um das Spielsystem seiner Mannschaft geht, hat Tayfun Korkut klare Vorstellungen. Auch wenn es um die Einstellung und Disziplin seiner Spieler geht, fordert der Trainer von Hannover 96 ein professionelles Verhalten. Und wer da nicht mitzieht, muss mit Konsequenzen rechnen. So wie seit Montag Felipe. „Ich habe mich entschieden, dass Felipe bis auf Weiteres in der U23 trainiert“, sagte der 40-Jährige am Mittag. Er sei mit der „Arbeitsauffassung und Trainingsarbeit“ des Brasilianers in den vergangenen Wochen „nicht zufrieden. Bei mir geht es nach dem Leistungsprinzip. So ein Auftreten über einen längeren Zeitraum ist nicht akzeptabel“, begründetete Korkut die Verbannung des Abwehrspielers in das Regionalligateam.

Felipe Trevizan Martins kam in der Saison 2012/13 zu Hannover 96. Er bekam die Rückennummer 20 und wurde als Innenverteidiger verpflichtet.

Bei den Amateuren könne sich Felipe, der bei 96 noch einen Vertrag bis 2016 hat, Gedanken darüber machen, wie er sich über das Training wieder für einen Platz bei den Profis anbieten kann, sagte der 96-Coach. Eine andere Möglichkeit, als täglich beim U23-Team mit der richtigen Einstellung zu trainieren, bleibt dem 27-Jährigen auch gar nicht, denn als Nicht-EU-Ausländer ist er in der Regionalliga nicht spielberechtigt.

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Hannover 96 gegen den SC Paderborn: Die Bilder zum Spiel.

Der letzte Einsatz von Felipe im 96-Team liegt schon ein paar Monate zurück. Beim 1:0 in Dortmund stand der Innenverteidiger in der Startelf und zeigte eine gute Leistung, die er ein paar Tage später beim Pokalaus in Aalen jedoch nicht wiederholen konnte. Danach zog er sich einen Muskelfaserriss zu und fiel aus – wie so oft in seiner Zeit bei den „Roten“, für die er in zweieinhalb Jahren insgesamt nur sieben Bundesligaspiele absolvierte.

Wie waren die 96-Spieler gegen den SC Paderborn in Form? Eine Einzelkritik.

Die Liste der Verletzungen, die den Innenverteidiger immer wieder zurückwarfen, der im Sommer 2012 von Standard Lüttich zu den „Roten“ kam, ist lang. Erst war es eine Hüftverletzung, dann ein Muskelfaserriss, ein Fußbruch, erneut Hüftprobleme, die sogar zwei Operationen nötig machten, Schmerzen im Knie und zuletzt erneut ein Muskelfaserriss. Im Trainingslager in Belek war er wieder voll einsatzfähig und hinterließ einen guten Eindruck. Gut möglich, dass der 27-Jährigen mit seiner Reservistenrolle in den bisherigen Rückrundenspielen nicht zufrieden war. Dafür spricht die Aussage von Korkut, dass ein Spieler „um Ansprüche zu stellen, auch dementsprechend auftreten muss“.

Die Versetzung von Felipe habe nichts mit Aktionismus zu tun, sagte der 96-Coach, auch sei die Verbannung unabhängig vom unbefriedigenden Spielausgang der Bundesligapartie am Sonntagabend gegen den SC Paderborn gewesen. Er habe mit Felipe bereits zu Beginn der vergangenen Woche ein Gespräch geführt und ihm gesagt, dass er sein Verhalten und seine Arbeitseinstellung ändern müsse. „Wenn aber eine Ermahnung nichts ändert, dann gehe ich den nächsten Schritt“, sagte Korkut

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