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Hannover 96 Kapitän in Warteposition
Sportbuzzer Hannover 96 Kapitän in Warteposition
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13:46 15.01.2015
Von Jörg Grußendorf
Foto: An der Trainingsjacke von Lars Stindl gab es gestern bei der Übungseinheit unter Flutlicht keine trockene Stelle mehr.
Foto: An der Trainingsjacke von Lars Stindl gab es gestern bei der Übungseinheit unter Flutlicht keine trockene Stelle mehr. Quelle: Nigel Treblin
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Belek

Die Anfangsphase verlief für ihn etwas vorsichtiger. Der Kapitän machte sich mit Fitnesstrainer Edward Kowalczuk fernab der Mannschaft bei anhaltendem Regen warm. Doch als die Spielformen begannen, da war auch Lars Stindl wieder dabei – und von Zurückhaltung war wenig zu spüren. Der 26-Jährige, der am Sonntag, dem Ankunftstag in der Türkei, wegen einer Verletzung am Fuß mit dem Training ausgesetzt hatte, ist wieder fit. Und auch am Nachmittag bei starkem und peitschendem Sturm und noch heftigeren Regenschauern hielt Stindl die Einheit in Belek problemlos durch.

Das war die eine gute Nachricht gestern für Tayfun Korkut, den Trainer von Hannover 96. Die andere war das öffentliche Dementi seines Kapitäns zum angeblich bevorstehenden Wechsel im Sommer zum FC Schalke 04. „Da ist nichts dran“, sagte Stindl. „Ich habe mit niemandem vom FC Schalke gesprochen.“ Damit hat der wohl wichtigste Spieler der „Roten“ zumindest mit einem Gerücht aufgeräumt. Er ist sich also mit dem FC Schalke nicht einig. Und dem Vernehmen nach auch nicht mit dem VfL Wolfsburg, mit Bayer Leverkusen und auch nicht mit Borussia Mönchengladbach, die alle ein Auge auf ihn geworfen haben sollen. Ein herausragender Spieler wie Stindl ist nämlich ein Schnäppchen; dank einer Ausstiegsklausel ist er für nur 3 Millionen Euro im Sommer zu kriegen.

Trainingslager in Belek: 96 trainiert am Montag.

Ein Wechsel schon im Winter scheint – zum Glück für 96 – so gut wie ausgeschlossen zu sein. Aber im Sommer? Die Spekulationen bleiben, und von Stindl kommt dazu auch keine deutliche Aussage. Warum sollte er sich auch klar positionieren? „Ich habe keinen Druck, weil ich bei 96 bis 2016 unter Vertrag stehe“, sagt er.

Der ehemalige Karlsruher hat seit 2010 bei 96 eine sensationelle Entwicklung genommen. Klar, dass solch ein Ausnahmespieler auf den internationalen Fußball blickt und auf der europäischen Bühne auftreten will. Und dieser Fakt scheint ihm sehr wichtig für seine Zukunft. „Das spielt natürlich eine Rolle“, sagte er dem „kicker“. „Ich will mich persönlich weiterentwickeln. Dann ist das schon von Vorteil.“

96 ist auf dem Sprung in die Europa League, hat direkten Kontakt zu den Teams, die derzeit die lukrativen Tabellenplätze innehaben. „Wenn die Chance auf den Europapokal da ist, wollen wir sie nutzen“, sagt Trainer Korkut. Aber garantieren können die „Roten“ ihrem Kapitän die Teilnahme nicht. Denn es gibt andere Clubs, die regelmäßig dabei und auch zahlungskräftiger sind. Derzeit scheint es so, als warte Stindl noch ab, wohin der Weg von 96 führt. Er fühlt sich nach eigenem Bekunden rundum wohl in Stadt und Verein, ist auch eine der wenigen Integrationsfiguren des Clubs.

Aber wird das am Ende reichen, um ihn zum Bleiben zu bewegen? Mit 26 Jahren ist Stindl in einem Alter, in dem er in die entscheidende Karrierephase kommt. Er wird seine Entscheidung genau abwägen. Sicher erscheint derzeit nur eines: Im Sommer wird er seine Verlobte Tanita, die er schon aus Jugendtagen kennt, heiraten. Bei welchem Club er dann unter Vertrag steht, ist fraglich. Hoffentlich weiter bei 96.

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