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Hannover 96 Danke, Kapitän!
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00:15 26.05.2015
Von Christian Purbs
Nach dem Apfiff wird Lars Stindl von den Fans gefeiert. Quelle: dpa
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Hannover

Was er bei seiner Verabschiedung ein paar Minuten nach dem Abpfiff im immer noch vollbesetzten Stadion gesagt hatte, daran konnte sich Lars Stindl wenig später kaum noch erinnern. „Habe ich etwas Blödes erzählt, habe ich vergessen, mich bei jemanden zu bedanken?“, fragte der 96-Kapitän die Medienvertreter in der Mixed-Zone. Nein, hatte er nicht, alles gut. Na ja, fast alles, denn sein Abschied schmerzt.

Bilder einer Karriere: Lars Stindl war nicht immer bei Hannover 96. Doch bei den „Roten“ kämpfte er sich in die Position des Kapitäns. Bilder seiner Karriere.

In seinem letzten Spiel für Hannover 96 gab der Offensivspieler noch einmal alles, um seine Mannschaft vor dem Abstieg zu retten. Bis auf zwei Fernschüsse konnte er seine Torgefahr gegen Freiburg zwar nicht unter Beweis stellen, doch das machte nichts, weil diese Rolle dieses Mal andere übernahmen.

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Nach fünf Jahren bei den „Roten“ verabschiedeten die 96-Fans Stindl mit minutenlangen Beifall und sorgten für eine Gänsehautatmosphäre in der Arena – und bei Stindl. Die Zuschauer haben in solchen Momenten ein gutes und feines Gespür, sie wissen genau, was Stindl ihnen und dem Verein in den vergangenen Jahren gegeben hat. Und das war eine ganze Menge. Pfiffe, weil er 96 vor Ablauf seines Vertrages verlässt und in der kommenden Saison für Borussia Mönchengladbach spielen wird, gab es auch deshalb nicht.

Voller Einsatz bis zu letzten Minute

Obwohl sein Wechsel schon seit ein paar Monaten feststand, kämpfte der Kapitän bis zur letzten Minute. Mit seinen Toren in Augsburg gab er der Mannschaft die Hoffnung zurück, es doch noch schaffen zu können. Und sie schafften es, auch weil der Kapitän als Anführer und gutes Beispiel voranging.

„Danke Lars ...und ruf mal an!“ waren die letzten Worte in dem Film, den 96 zu seinem Abschied auf der Videoleinwand im Stadion zeigte. Klar, sein Tor in Kopenhagen und sein anschließender Telefonjubel werden die 96-Fans nie vergessen. „Jeder, der einen Bezug zu dieser Zeit, zum Verein und zu mit hat, wird sich an diesen Jubel erinnern. Da hat einfach alles gepasst. Aber auch das Heimspiel gegen Sevilla war Wahnsinn. Das sind Momente, die ich nie in meinem Leben vergessen werde“, sagte Stindl.

Und sein persönlicher Saisonrückblick? „Gut reingefunden, Probleme gehabt, aber als Mannschaft und Einheit aus dieser Phase mit einem positiven Ende herausgegangen. Solche Erfahrungen, wie wir sie in den vergangenen Wochen gemacht haben, können auch für die Zukunft der Mannschaft wichtig sein. Denn sie können zusammenschweißen.“

Danke, Kapitän.

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