Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hannover 96 Mehr Geld für Spielertransfers und Gehälter
Sportbuzzer Hannover 96 Mehr Geld für Spielertransfers und Gehälter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:46 09.06.2015
Die Lizenz ist da, die Transferausgaben und Gehälter klettern auf Rekordhöhe, Martin Kind hält das nicht unbedingt für vernünftig.
Die Lizenz ist da, die Transferausgaben und Gehälter klettern auf Rekordhöhe, Martin Kind hält das nicht unbedingt für vernünftig. Quelle: dpa/Archiv
Anzeige
Hannover

Es ist keine Nachricht, mit der man als Fußball-Bundesligist die großen Schlagzeilen machen kann. Es klingt halt nicht besonders spannend, wenn der Lizenzierungsausschuss der Deutschen Fußball-Liga (DFL) mitteilt, dass alle 18 Erst- und Zweitligaclubs die Lizenz für die neue Saison bekommen. Und selbstverständlich auch Hannover 96.

Es gab Jahre in der turbulenten Vergangenheit des Clubs, da war die Lizenzvergabe alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Der Verein hatte wirtschaftliche Probleme, oft mussten sie beim Deutschen Fußball-Bund, der damals zuständig war, mindestens ein Auge zudrücken, um grünes Licht für die „Roten“ zu geben. Heute steht 96 wirtschaftlich gut da, nicht ohne Stolz sagte Clubchef Martin Kind Dienstag, dass „wir die Lizenz ohne Auflagen und ohne Bedingungen bekommen haben“. Für Kind, der Dienstag mit Trainer Michael Frontzeck und Sportdirektor Dirk Dufner zusammensaß, war das keine Überraschung: „Wenn wir das so nicht bekommen, dann bekommt das keiner.“

Für die neue Saison wird Kind noch einmal tiefer in die Tasche greifen müssen als vor dem vergangenen Spieljahr. Bereits 2014/2015 hatte 96 rund 38 Millionen Euro für seine Profis gezahlt und Spieler für mehr als 10 Millionen Euro gekauft. „Wenn ich die derzeitigen Gespräche sehe, dann gibt es da eine Dynamik – und zwar nicht nach unten“, sagte Kind. Mit anderen Worten: 96 wird in puncto Ausgaben eine Rekordmarke aufstellen.

Der Verein hat aus der vergangenen Saison 36 Millionen Euro allein aus den Fernseheinnahmen bekommen. „Auch die Spieler und ihre Berater lesen das“, sagte Kind und sprach von einem „gefährlichen Mechanismus“, zumal die Bundesliga aus seiner Sicht von Tabellenplatz 5 an stagniere: „Auch wir.“

Kind beurteilt die hohen Summen, die in der Branche als Ablöse und Gehälter aufgerufen werden, kritisch und glaubt, dass „die wirtschaftliche Vernunft oft keine Rolle mehr spielt“. Und trotzdem könne man sich dieser Entwicklung nicht entziehen, wenn man eine wettbewerbsfähige Mannschaft haben wolle.

Kind hatte am vergangenen Sonnabend in Berlin das Champions-League-Finale geschaut und war schwer beeindruckt. „Das ist eine andere Welt.“

Pokalgegner wird gezogen

Mittwoch gibt’s den Pokalgegner: Nach dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA zieht Tennisspielerin Andrea Petkovic heute in der ARD (von 23 Uhr an) die 32 Partien der ersten Runde des DFB-Pokal-Wettbewerbs 2015/2016. Gespielt wird vom 7. bis 10. August, wobei Hannover 96 und die anderen 17 Bundesligisten sowie die besten 14 Zweitligisten der vorigen Saison auswärts antreten müssen. Bundesligaduelle gibt es in der ersten Runde nicht, einer der 96-Gegner könnte zum Beispiel der TuS Erndtebrück (Westfalen) werden. Im Etat hat Kind 100.000 Euro eingeplant, die mit der ersten Runde bereits sicher sind. „Kommen wir weiter, ist das eine finanzielle Zugabe.“

Hannover 96 96-Torwart in der Nationalelf - Zieler – ein Weltmeister ohne Lobby
Heiko Rehberg 12.06.2015
Hannover 96 Nachfolger von Sören Osterland - Michael Krüger trainiert Hannover 96 II
Heiko Rehberg 08.06.2015
Jörg Grußendorf 08.06.2015