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Hannover 96 Kind will mehr Geld für Spieler ausgeben
Sportbuzzer Hannover 96 Kind will mehr Geld für Spieler ausgeben
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19:14 29.01.2015
96-Präsident Martin Kind.
96-Präsident Martin Kind. Quelle: dpa
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Hannover

Martin Kind war bestens gelaunt und erlaubte sich beim Neujahrsempfang des Fußball-Bundesligisten in Großburgwedel einen kleinen Scherz. Wenn der Verein irgendwann alle seine Hausaufgaben gemacht habe und auch das neue Nachwuchsleistungszentrum erfolgreich für die Profimannschaft arbeite, „dann können wir den 2. Platz angehen. Die Bayern sind ja gesetzt ...“. 96 in Zukunft als Bayern-Jäger?

Wie gesagt: Klubchef Kind meinte das humorvoll. Ganz ernst ist es ihm dagegen mit der Ankündigung, bei Hannover 96 kräftig aufzurüsten, um den Verein, „mittelfristig und nachhaltig im oberen Bundesligadrittel zu etablieren“. Dafür sei er bereit, noch mehr Geld in neue Spieler zu investieren, und zwar bei Transfers, aber auch beim Gehalt. „Derzeit geben wir für unsere Profis zwischen 37 und 39 Millionen Euro aus. Das ist für unsere Verhältnisse relativ viel Geld“, sagte Kind. Um größere Ziele erreichen zu können, müsse man aber eventuell auch die Lohnsumme noch mal erhöhen. Bereits im vorigen Sommer hatte 96 für Profis wie Joselu („Für uns eine neue Dimension“), Miiko Albornoz und Hiroshi Kiyotake mehr als zehn Millionen Euro ausgegeben.

Für die Rückrunde formulierte Kind ehrgeizige Ziele. Die Mannschaft müsse versuchen, einen Europa-League-Platz zu erreichen: „Wenn das nicht klappt, geht die Welt aber auch nicht unter.“ Beharrlich fest hält er am Ziel, die regionale Marke 96 zu einer „nationalen Marke“ umzuwandeln. „Da sind wir bisher nicht viel weiter gekommen“, sagte Kind.

Die Zahlen der "Roten"

Martin Kind gab – in für die Fußball-Bundesliga ungewohnter Offenheit – einen Einblick in das Wirtschaftsunternehmen Hannover 96 gegeben. 75 Millionen Euro Umsatz haben die „Roten“ im vergangenen Jahr gemacht. Der Großteil der Summe stammt laut Kind aus drei großen Töpfen und setzt sich wie folgt zusammen:
37 Millionen Euro bekommt Hannover 96 aus der Vermarktung der Fernsehrechte, die sich die Sender Sky, ARD und ZDF gesichert haben.
24 Millionen Euro erhält 96 von seinen Sponsoren. „Wir haben tolle Sponsoren, aber ligaweit ist das weniger als Mittelmaß“, sagt Kind. Das wiederum hänge auch mit dem Wirtschaftsstandort Hannover zusammen, der sich mit München, Hamburg oder Stuttgart nicht messen könne.
10 Millionen Euro fließen aus dem Verkauf der Eintrittskarten in die Vereinskassen. „Bei anderen Vereinen zahlen die Zuschauer für vergleichbare Plätze deutlich mehr“, sagt Kind. An einer „moderaten Preispolitik“ wolle 96 aber auch auch in Zukunft festhalten.

Mittelfristig will Kind den Umsatz auf 100 bis 120 Millionen Euro erhöhen.

hr/frs

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