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Hannover 96 Michael Frontzeck soll 96 retten
Sportbuzzer Hannover 96 Michael Frontzeck soll 96 retten
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07:53 21.04.2015
Soll 96 vor dem Abstieg retten: Michael Frontzeck. Quelle: dpa
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Hannover

Frontzeck hatte bei den "Roten" bereits von 2004 bis November 2005 gearbeitet - als Assistenztrainer von Ewald Lienen. Beide wurde dann zusammen entlassen. "Er kennt die Bundesliga", sagte Hannover-96-Clubchef Martin Kind. "Ich bin überzeugt, dass er mit der Mannschaft die Saison erfolgreich beendet." Spät am Abend gab Hannover 96 bekannt, dass Steven Cherundolo, der bisher die U15 betreut hat, Co-Trainer von Frontzeck wird.

Frontzeck soll Hannover 96 also vor dem Schlimmsten, dem Abstieg, bewahren. Das ist sein vorrangiges und einziges, aber auch überaus ambitioniertes Ziel – dann wird die Zusammenarbeit wieder enden. „Wir wollten einen Fünf-Spiele-Trainer haben“, sagte Kind. „Es ist eine Lösung der Vernunft.“ Muss 96 in die Relegation, hätte er allerdings einen Sieben-Spiele-Trainer.

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Spekulationen um André Breitenreiter

Für die neue Saison suchen die „Roten“ dann einen Perspektivtrainer – einen, der es besser macht als der geschasste Korkut, den gerade Kind dafür gehalten hatte.  Frontzeck soll dann Platz machen für – so scheint zumindest der Wunsch der „Roten“ zu sein – André Breitenreiter. Der jetzige Trainer des ebenfalls abstiegsgefährdeten SC Paderborn steht bei Clubchef Kind ganz oben auf der Liste – und Gespräche mit dem ehemaligen 96-Profi hat es bereits gegeben, als ein Nachfolger für Mirko Slomka gesucht wurde. Das war dann aber Korkut geworden.

Zurück zu Frontzeck: In seiner aktiven Zeit hat er hauptsächlich für Borussia Mönchengladbach und den VfB Stuttgart gespielt. Der Verteidiger kam auf 436 Bundesligaspiele und 19 Einsätze in der Nationalmannschaft.

Hannover 96 hat Michael Frontzeck als Trainer für die letzten fünf Saisonspiele verpflichtet.

Nach seiner aktiven Karriere war er erst Assistent von Hans Meyer in Mönchengladbach, später assistierte er Ewald Lienen. Stationen als Cheftrainer waren Aachen, Bielefeld und Mönchengladbach. Zuletzt coachte er vom Oktober 2012 bis November 2013 den FC St. Pauli. Dort schaffte er den Klassenerhalt, wurde aber beurlaubt, weil der Verein und er unterschiedliche Ansichten über den Zeitpunkt der Vertragsverlängerung hatten.

Gespräche mit Neururer

Vorangegangen war ein ereignisreicher Tag: Am Morgen hatte der Verein die nicht sonderlich überraschende Beurlaubung von Tayfun Korkut verkündet. Seine Assistenten und Torwarttrainer Jörg Sievers absolvierten mit den Profis, den Korkut noch den freien Tag gestrichen hatte, eine Laufeinheit.

Gegen Mittag traf Peter Neururer am Hotel Courtyard neben dem Stadion und ließ sich dort bereitwillig fotografieren und filmen. Die Bilder machten über das Internet schnell die Runde. Lange Zeit sah es dann so aus, als wäre Neururer, der schon zweimal Coach von Hannover war, der heißeste Kandidat auf die Rettungsmission bei den Roten.

Insgesamt 13 Trainer gab es bereits in der Ära von 96-Clubchef Martin Kind.

Am Abend wollte sich Kind erst nicht äußern, sagte nur, dass mehrere Gespräche geführt worden seien und es eine „Vernunftlösung“ für die letzten fünf Saisonspiele gebe. Danach soll ein neuer Trainer einen Neuaufbau einleiten.

Absage am Abend

Einige Zeit später platzte dann die Nachricht herein, dass Neururer – von allen als Favorit gehandelt – doch nicht Trainer bei den „Roten“ wird. Dufner sagte ihm ab. Neururer steht allerdings auch noch in Bochum unter Vertrag, war dort aber im Winter beurlaubt worden. Um eine Vertragsauflösung hatte sich nach HAZ-Informationen am Tag anscheinend keine der beteiligten Parteien bemüht.

Als zweiter Name war den ganzen Tag Volker Finke im Gespräch, derzeit noch Nationaltrainer von Kamerum. Finke, in Nienburg an der Weser geboren, war als Amateurfußballer in Hannover aktiv, seine erste Trainerstation war der TSV Havelse vor den Toren der niedersächsischen Landeshauptstadt.

sbü/fe/gru

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