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Hannover 96 Nach Ausschreitungen in Enschede droht Nachspiel
Sportbuzzer Hannover 96 Nach Ausschreitungen in Enschede droht Nachspiel
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06:15 24.09.2012
Von Norbert Fettback
Fußball geht anders: Vor dem Spiel von Hannover 96 in Enschede musste die Polizei bereits in der Innenstadt eingreifen, um Schlägereien zwischen Fans beider Klubs zu unterbinden. Auch nach dem Abpfiff wurde sie am Stadion zum Einschreiten gezwungen. Quelle: Florian Petrow
Enschede

Beim Europa-League-Spiel zwischen dem FC Twente und 96 ist es einem Teil der Anhänger beider Klubs offenbar nicht nur um das reine Fußballerlebnis gegangen. Chaoten auf beiden Seiten nutzten den Auftakt der Gruppenphase dazu, um sich auf ihre Weise zu präsentieren. Nachdem es schon am späten Nachmittag im Zentrum von Enschede zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen war und die Polizei danach am Bahnhof hannoversche Anhänger auf dem Weg zum Stadion „De Grolsch Veste“ vor Angriffen von gewaltbereiten Twente-Sympathisanten schützen musste, lieferten sich kurz nach Spielschluss jeweils rund 200 Rowdies in unmittelbarer Stadionnähe Schlägereien. Dabei wurde auch mit Flaschen geworfen.

Die Polizei, die schnell zur Stelle war, trieb die beiden Gruppen auseinander. Nach ihren Erkenntnissen hatten gewaltbereite Ultras und Hooligans aus dem hannoverschen Umfeld die Schlägereien kurz vor Mitternacht angezettelt; sie traten anschließend mit Bussen die Heimreise an.

Für das Rückspiel am 22. November gegen den FC Twente rechnet Hubertus Gleitze, der als szenekundiger Beamter das Geschehen verfolgte, mit einer Reaktion aus Enschede. „Die werden sich zusammentun nach dem Motto: Jetzt zeigen wir es denen mal“, sagte er.

Nach Enschede hatten sich nach Einschätzung von Gleitze mindestens 40 hannoversche Hooligans aus dem harten Kern der Szene auf den Weg gemacht. Etliche seien schon am Nachmittag im Stadtzentrum gesichtet worden, der Rest sei zu Spielbeginn angereist. Am Parkplatz, wo die insgesamt 15 Busse mit Fans aus Hannover parkten, seien die Angreifer nach dem Spiel durch ein geöffnetes Tor gezielt auf ihre Widersacher aus Enschede losgegangen.

Die nächtliche Aktion, die dank des schnellen Polizeieinsatzes nicht weiter eskalierte, ist nicht gut für das Image von Hannover 96. Klubchef Martin Kind sagte, er könne derartige Vorfälle, die von einer Minderheit angezettelt würden, in keiner Weise nachvollziehen. Durchgreifen wird 96 jetzt gegen drei Personen, die bei Heimspielen eine Fahne mit dem Bild des Serienmörders Fritz Haarmann gezeigt haben. Gegen das Trio, das identifiziert wurde, will der Klub jetzt ein Stadionverbot aussprechen. Die nötigen Schritte dazu würden gerade eingeleitet, sagte Kind.

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