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Hannover 96 Nur Lala sorgt für Aufregung
Sportbuzzer Hannover 96 Nur Lala sorgt für Aufregung
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10:09 16.01.2012
Altin Lala (r.) und der Niederländer  Gerald Sibon geraten heftig aneinander.
Altin Lala (r.) und der Niederländer  Gerald Sibon geraten heftig aneinander. Quelle: Petrow
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Die „Roten“ vermochten es dabei nicht, die Ausfälle der Stammspieler Mohammed Abdellaoue und Sergio Pinto zu kompensieren.

Das einzige Tor des Spiels erzielte Rechtsaußen Luciano Narsingh bereits in der 7. Minute. Dem Treffer war ein Zweikampf von Emanuel Pogatetz und Arsenio Valpoort vorausgegangen, nach dem der Ball vor Narsinghs Füße rollte. Mario Eggimann hätte absichern können, kam aber nicht schnell genug zum Schützen. Wenig später hatte Valpoort die Chance zu erhöhen, traf aber nur den Pfosten (17.).

Die „Roten“ fanden in der 1. Halbzeit kein taktisches Mittel gegen die Niederländer. Eigene Angriffe zur Entlastung waren selten, und meistens ging der Ball spätestens beim Zuspiel auf den engagierten, aber uneffektiven Artur Sobiech verloren. Über die linke Seite, auf der Konstantin Rausch vor Christian Pander spielte, gab es im 1. Durchgang nur einen guten Vorstoß der Kategorie Zehn-Sekunden-Überfall, wobei Sobiech Rauschs Flanke jedoch nicht erreichte. Über die rechte Seite – Daniel Royer vor Steve Cherundolo – ging mehr, jedoch gingen auch noch mehr Bälle verloren. Das Fehlen von Pinto, der für Ordnung und Struktur sorgen kann, sowie Abdellaoue als Anspielstation in der Spitze machte sich deutlich bemerkbar. Beide sollten aber morgen (Anpfiff: 18.30 Uhr) im letzten Vorbereitungstest beim SC Paderborn wenigstens eine Halbzeit spielen können.

Die 2. Halbzeit begann mit einer kleinen Rangelei des eingewechselten Altin Lala mit Heerenveen-Verteidiger Daryl Janmaat. Vielleicht hatte das Signalwirkung, denn das auf mehreren Positionen umgestellte 96-Team machte aus dem müden Trainingslagerkick ein etwas flotteres Spiel – wenn auch kein gutes. Die erste gute 96-Torchance vergab Moritz Stoppelkamp nach doppeltem Doppelpass mit Rausch knapp (59.). Die zweite, noch bessere Chance vergab Sobiech, als er einen feinen Pass von Manuel Schmiedebach in bester Position nicht kontrollieren konnte (62.).

Der letzte Aufreger der Partie war eher unsportlicher denn sportlicher Natur. Lala, er hatte reichlich ausgeteilt und einstecken müssen, geriet heftig mit Gerald Sibon aneinander und packte diesen wutschnaubend am Kinn (85.). Der Schiedsrichter verlangte – das ist bei Testspielen anstelle der sonst fälligen Roten Karte so üblich – die Auswechslung der Streithähne. Da aber Slomka niemanden mehr auf der Bank hatte, drückte das umsichtige Schiedsrichtertrio alle sechs Augen zu.

Das Krankenlager von Hannover 96 wird beständig größer. Gestern verletzte sich auch noch Sergio Pinto im Trainingslager an der portugiesische Nordalgarve. An diesem Freitag stand daher die Rehabilitation im Vordergrund.

Hannover 96: Zieler – Cherundolo, Eggimann, Pogatetz (46. Avevor), Pander (46. Chahed) – Royer, Schmiedebach, Stindl (46. Lala), Rausch (68. Aycicek) – Schlaudraff (46. Stoppelkamp), Sobiech. SC Heerenveen: Vandenbusche – Janmaat, Gouweleeuw, Zomer, Breuer – Kums, Elm – Narsingh, Djuricic, van La Parra – Valpoort. Außerdem eingesetzt: Svec, Sibon, Schmidt, Slagveer.

Volker Wiederheim

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