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Hannover 96 Korkut startet den Feinschliff
Sportbuzzer Hannover 96 Korkut startet den Feinschliff
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00:15 19.01.2015
Von Jörg Grußendorf
„Nicht überraschen lassen durch Konter“: Trainer Tayfun Korkut verlangt viel von der Mannschaft.
„Nicht überraschen lassen durch Konter“: Trainer Tayfun Korkut verlangt viel von der Mannschaft. Quelle: Nigel Treblin
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Belek

Während sich das Wetter am Freitagvormittag wieder von der vertrauten Seite zeigte - es regnete erneut -, hat Chefcoach Tayfun Korkut begonnen, die Trainingsinhalte mit Blick auf die anstehenden Spiele, aber auch aufgrund des erreichten Fitnessstandes der Mannschaft leicht zu verändern.

Trotz des Dauerregens an vielen Tagen ist der Trainingsplatz weiter in einem Topzustand. Sicherlich auch deshalb hält sich die Liste der angeschlagenen Spieler bisher in Grenzen. Edgar Prib hat sich seinen Muskelfaserriss zudem beim Test gegen Basaksehir Istanbul zugezogen. Auch Valmir Sulejmani beklagt seitdem muskuläre Probleme. Er trainierte am Freitag deshalb nicht mit der Mannschaft. Einige Tage kürzertreten musste Jan Schlaudraff (Knieprobleme), am Freitag mischte er aber wieder mit. Hiroki Sakai, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach seinem Babyurlaub in Belek angekommen, machte bei seinen ersten Trainingseinheiten auf türkischem Boden einen frischen Eindruck. „Er hat ein bisschen was gemacht in Japan“, sagte Korkut, „das merkt man.“

Trainingslager in Belek: Hannover 96 trainiert am Freitag

Bei seinem Zwischenfazit sprach Korkut über Trainingsinhalte, Problempositionen und die Nachwuchsspieler:

Belastung: „Wir haben schon in Hannover sehr intensiv trainiert. Wir fangen immer mit dem Ball an, am Ende hatten wir Läufe, das ist eine mächtige Belastung. Diese Läufe hatten wir auch in den ersten Tagen hier, aber jetzt stehen drei Tests an, da ist diese hohe Intensität nicht mehr möglich. Wir wollen unsere Spieler in einem guten Zustand in diese Partien schicken. Wir müssen jetzt sehen, dass wir das Training qualitativ hoch halten.“

Tempo: „Wenn man kombinieren will, muss der Ball die Geschwindigkeit haben. Man braucht ein gutes Druckpassspiel. Das fordern wir immer wieder ein. Das sind Abläufe, die uns Stabilität im Spiel geben sollen.“

Stabilität: „Basics sind wichtiger, als immer wieder etwas Neues hereinzubringen. Damit hat man in schwierigen Momenten im Spiel auch einen Halt. Alle Trainingseinheiten sind dazu da, dass wir stabiler werden. Dass wir in Momenten, in denen wir angreifen, schon unsere Defensive vorbereiten und uns nicht überraschen lassen durch Kontersituationen. In der Bundesliga-Hinrunde ist uns das leider einige Male passiert.“

Probleme auf der linken Mittelfeldseite nach dem Ausfällen von Kiyotake (Asien-Cup) und Prib: „Optionen haben wir. Miiko Albornoz kann eine sein, aber auch einer der jungen Spieler. Leonardo Bittencourt hat sehr viele Spiele auf dieser Position gemacht, ist also ein heißer Anwärter. Er ist allerdings ein anderer Spieler als der ,Eddy’, weil er ein Rechtsfuß auf der linken Seite ist. Dadurch verlieren wir die Variabilität mit zwei Linksfüßlern auf der Seite.“ (Hinten links spielen entweder Albornoz oder Christian Pander - d. Red.)

Die sechs jungen Spieler im Kader (Timo Königsmann, Fabian Pietler, Valmir Sulejmani, Sebastian Ernst, Tim Dierßen und Mike Bähre): „Sie haben das Potenzial dazu und es auch alle verdient, hier zu sein. Die Jungs müssen noch viel lernen, das wissen sie. Das können sie durch die tägliche Trainingsarbeit mit uns - von uns Trainern und von erfahrenen Spielern. Sie müssen das als große Chance sehen. Eins steht fest: Ich werde sie nicht zu Profis machen. Ich werde für einen jungen Spieler die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen, letztlich entscheidet aber jeder selbst darüber, ob er den Schritt mit voller Konsequenz geht.“

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