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Hannover 96 Bagger im Strafraum
Sportbuzzer Hannover 96 Bagger im Strafraum
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00:16 11.07.2015
Von Jörg Grußendorf
Foto: Wo jetzt noch Abrissarbeiten getätigt werden, soll 2017 das neue NLZ der „Roten“ stehen.
Wo jetzt noch Abrissarbeiten getätigt werden, soll 2017 das neue NLZ der „Roten“ stehen. Quelle: Surrey
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Hannover

Die historische Stätte gleicht einer Großbaustelle. Der erste Spatenstich ist erst in einer Woche. Doch bevor der am 14. Juli offiziell und mit Stadtprominenz gesetzt wird, haben die Arbeiten für das neue Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) von Hannover 96 im Eilenriedestadion längst begonnen. Die Bagger sind angerückt und haben bereits einen Großteil der Steh- sowie die nicht überdachten Sitztribünen eingerissen, die Aschenbahn ist bereits komplett verschwunden. Riesige Schutt- und Erdhaufen sind jetzt dort gelagert, wo einst der Rasenplatz des Stadions war.

Es bedarf etlicher Vorarbeiten, denn architektonisch wird es ein interessantes Projekt: Die historische Tribüne des teilweise denkmalgeschützten Stadions und die beiden Torhäuser am alten Zuschauereingang müssen nämlich erhalten bleiben. Der Hauptplatz, auf dem künftig die Bundesligareserve der „Roten“ spielen soll, wird um 90 Grad gedreht und erhält im Westen und Osten zwei neue Tribünen, die Platz für etwa 2500 Zuschauer bieten sollen. Auf dem NLZ-Gelände sollen sechs weitere Fußballplätze entstehen, dazu kommt ein dreigeschossiger Neubau, der unter anderem ein Sportinternat mit 16 Plätzen beherbergen wird. 96 hatte von der Stadt Hannover für das NLZ eine zusätzliche Fläche von fast sieben Hektar im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt bekommen.

Für den Bau des neuen NLZ, das 2017 fertig gestellt sein soll, hat der Club 15 Millionen Euro veranschlagt. „Wir müssen mehr dafür tun, dass bei uns Spieler so an die Bundesligamannschaft herangeführt werden, dass sie dort zum Stamm gehören“, sagt Clubchef Martin Kind. „Nur so sind die hohen Investitionen zu rechtfertigen.“ Ginge es nach den Vorstellungen des obersten 96ers, dann sollten jedes Jahr ein, zwei Spieler den Sprung schaffen. „Das war mir in der Vergangenheit einfach zu wenig“, fügt Kind an.

Cheftrainer Michael Frontzeck scheint bereits jetzt Ernst zu machen in Sachen Nachwuchsarbeit. Die Talente Mike Steven Bähr (19), Waldemar Anton (18), Sebastian Ernst (20), Valmir Sulejmani (19), Tim Dierßen (19) und  Timo Königsmann (18) zählen derzeit zum Profikader. Beim Turnier im polnischen Lublin waren am Wochenende auch Niclas Bahn (18) und Noah Joel Sarenren-Bazee (18) dabei. Ein Anfang ist gemacht.

Und wenn 2017 das neue NLZ ganz fertig ist, dann soll der Anteil der eigenen Talente im Profikader noch mehr steigen. Natürlich sollen sie keine gelegentlichen Trainingsgäste oder Einwechselspieler für ein paar Minuten sein, wie es in den vergangenen Jahren meist der Fall war. „Das reicht mir dann nicht mehr“, sagt Kind. Das bislang letzte Talent, das nach der Ausbildung in der 96-Jugendabteilung zu einer festen Größe bei den Profis wurde, war Konstantin Rausch; er brachte es zwischen 2008 und 2013 auf 150 Einsätze in der Bundesliga. „Kocka“ ist schon zwei Jahre weg.

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