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Hannover 96 Personalsorgen bei Hannover 96 vor dem Rückrundenstart
Sportbuzzer Hannover 96 Personalsorgen bei Hannover 96 vor dem Rückrundenstart
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15:44 19.01.2012
Hoffnungsträger Abdellaoue: Der 96-Angreifer hat seine Verletzung auskuriert und kann in Hoffenheim wieder Maß nehmen. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Je näher der Rückrundenstart in der Fußball-Bundesliga rückt, desto größer werden die personellen Sorgen bei Hannover 96. Am Sonnabend steht für den Tabellensiebten bei 1899 Hoffenheim das erste Pflichtspiel des Jahres auf dem Programm, und nach den jüngsten Hiobsbotschaften ist Trainer Mirko Slomka ordentlich ins Grübeln gekommen, welche Elf er in Sinsheim auf den Platz schicken kann. Nach Manuel Schmiedebach, der beim 3:2-Testspielsieg gegen den SC Paderborn aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausgewechselt werden musste und beim Training fehlte, hat sich nun auch Jan Schlaudraff krankgemeldet. Der 28-Jährige wurde in der Nacht nach dem Paderborn-Spiel von Schüttelfrostattacken heimgesucht. „Einsatz in Gefahr“ signalisierte Slomka. Da nach Angaben des Trainers bereits klar ist, dass Sergio Pinto (Rückenbeschwerden, die sich auf die Wade auswirken) ausfällt, ist im 96-Mittelfeld die Not besonders groß.

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Einziger Lichtblick: Mohammed Abdellaoue (Adduktorenprobleme) ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Am Vormittag versuchte sich der 26-Jährige zusammen mit seinem Stürmerkollegen Artur Sobiech eifrig beim Torschuss. Zumindest die Sorge, dass der mit neun Treffern beste 96-Schütze beim Rückrundenstart auch noch fehlt, sind die „Roten“ anscheinend los.

Angesichts der anhaltenden Verletztenmisere, die sich aktuell auch in den Namen Henning Hauger (vorige Woche erneut an der Leiste operiert) und Christian Schulz (fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses in der Wade ebenfalls für das Hoffenheim-Spiel aus) spiegelt, bleibt den „Roten“ für die Partie im Kraichgau nichts anderes übrig als eine Trotzreaktion. Das Motto könnte lauten: Bange machen gilt nicht. Slomka sprach davon, eine Mannschaft zusammenzuhaben, die in der Liga konkurrenzfähig sei. „Darin sind sich der Manager und ich einig“, sagte er und erntete ein zustimmendes Kopfnicken von Jörg Schmadtke.

Ein gründliches Nachdenken erfordert nicht nur die Formation für den Sonnabend, sondern auch der Grund, warum sich muskuläre Verletzungen bei 96 derzeit häufen. Auch Mario Eggimann und Jan Schlaudraff schlugen sich im Trainingslager an der Algarve kurzzeitig mit derartigen Problemen herum. „Wir können uns das nicht erklären“, sagte Slomka. Eine zu rasche Steigerung des Trainingspensums schließt der Coach als Ursache aus und nennt dafür Schulz, der sich nach zwei Wochen Pause verletzte, und Pinto (nach einem halben Ruhetag) als Beispiel. Eher könnten die Belastungen der Hinrunde mit 27 Pflichtspielen eine Rolle spielen. „Das macht sich schon bemerkbar“, sagte Slomka.

In der Warteschleife

Beim angestrebten Wechsel des senegalesischen Stürmers Mame Biram Diouf von Manchester United hofft 96 auf eine schnelle Entscheidung. Laut 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke gibt es aber noch „unterschiedliche Auffassungen zwischen Spieler und Klub“.

Christian Purbs 17.01.2012