Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hannover 96 Pokalspiel: Der nächste Anlauf
Sportbuzzer Hannover 96 Pokalspiel: Der nächste Anlauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:15 20.08.2012
Von Norbert Fettback
Es gibt nur ein Ziel: So konzentriert wie Felipe (vorn, vor Mario Eggimann und Leon Andreasen) will 96 auch heute gegen Nöttingen spielen.zN
Es gibt nur ein Ziel: So konzentriert wie Felipe (vorn, vor Mario Eggimann und Leon Andreasen) will 96 auch heute gegen Nöttingen spielen.zN Quelle: Ulrich zur Nieden
Anzeige
Hannover

Die Meteorologen sind sich noch uneins. Für den Sonntag haben sie in Reutlingen Höchsttemperaturen zwischen 32 und 36 Grad Celsius vorausgesagt. Normalerweise kein Wetter, um im Stadion Kreuzeiche, dessen Name zumindest etwas Schatten verheißen könnte, Fußball zu spielen. Hilft aber nichts: Im DFB-Pokal gibt es nun mal nicht hitzefrei, und deshalb steht Hannover 96 ein schweißtreibender Nachmittag bevor.1. Runde, FC Nöttingen, ein Oberligist, der durch den Stadionwechsel quasi auch noch auswärts spielt: Eigentlich dürfte da doch nichts schiefgehen. Bei allem Respekt: Dass die Freizeitkicker aus dem kleinen badischen Ort in diesem ungleichen Duell für Angstperlen auf der Stirn der Bundesligaprofis sorgen, kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen.

96-Trainer Mirko Slomka redet nicht um den heißen Brei herum. „Es gibt nur ein Ziel“, sagt er. „Wir wollen einen deutlichen Sieg einfahren. Elversberg soll sich nicht wiederholen.“ Bei der viertklassigen SV Elversberg aus dem Saarland hatte sich der Bundesligist aus Hannover vor zwei Jahren auf dem linken Fuß erwischen lassen - nach einem 4:5 im Elfmeterschießen war der Pokalwettbewerb für 96 wieder mal zu Ende, ehe er überhaupt richtig begonnen hatte. Jetzt heißt es klipp und klar: Wiederholung verboten. „Ich will einen Sieg sehen“, erklärt Klubchef Martin Kind, alles andere sei indiskutabel. Und Slomka fordert angesichts der guten Rolle, die seine Mannschaft schon zwei Jahre lang in der Bundesliga und zudem in der Europa League spielt, auch im Pokal „endlich mal bessere Ergebnisse“.

Schöne Siege gegen Dortmund, bittere Niederlagen - unter anderem gegen Braunschweig: Die Spiele von Hannover 96 im DFB-Pokal seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2002.

In Nöttingen lassen sie vor dem größten Spiel der Vereinsgeschichte die Kirche schön im Dorf. „Wir machen keinen Hype darum“, sagt Trainer Michael Wittwer, in den neunziger Jahren selbst erfolgreicher Profi beim Karlsruher SC. „Die Jungs sollen das Gefühl haben, es ginge gegen 08 Bissingen oder den SV Spielberg.“ Das sind Mannschaften, mit denen es derFC Nöttingen sonst in der Oberliga zu tun hat. Am „Vorprogramm“ zum 96-Spiel ändert Wittwer deshalb nichts: Am Sonntag wird im Nöttinger Klubhaus gemeinsam gefrühstückt, viertel nach elf fährt der Bus los ins gut 80 Kilometer entfernte Reutlingen. Keine frühere Anreise, schon gar keine Übernachtung im Hotel, „alles ganz normal“, sagt Wittwer, dessen Spieler Mittwoch und Donnerstag auch noch trainingsfrei hatten.

Bei Hannover 96 ist in der Vorbereitung auf dieses Spiel eines anders als sonst gewesen: Die Videoanalyse des gegnerischen Teams musste ausfallen. „Wir hatten kein Bildmaterial“, sagt Slomka. Immerhin hat der Bundesligist einen Beobachter zum ersten Punktspiel geschickt, das der FC Nöttingen mit 2:0 beim FC Singen gewann. So könne man die Mannschaft „ein bisschen darauf vorbereiten, was sie erwartet“. Das muss reichen. „Im Grunde“, sagt der 96-Trainer, „geht es darum, dass wir am Sonntag unser Spiel machen.“

Hannover 96 Vertrag bei den "Roten" verlängert - 96 leiht Avevor an FC St. Pauli aus
Norbert Fettback 18.08.2012
Hannover 96 Fußball-Nationalmannschaft - Zieler nach Roter Karte betrübt
Heiko Rehberg 19.08.2012
Norbert Fettback 16.08.2012