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Hannover 96 Ein Neuzugang als Übergangslösung
Sportbuzzer Hannover 96 Ein Neuzugang als Übergangslösung
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00:17 01.02.2015
„Er ist es“: Der Portugiese João Pereira (rechts, im WM-Vorrundenspiel 2014 gegen Deutschlands Mario Götze) wird ein „Roter“. Quelle: Andreas Gebert
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Hannover

João Pereira hat nach der medizinischen Untersuchung einen Vertrag bis zum Saisonende unterschreiben. „Er ist es“, sagte Klubchef Martin Kind dazu. Der 30-jährige portugiesische Nationalspieler war zuletzt Bankdrücker beim spanischen Erstligisten FC Valencia.

„Ich denke, es wäre eine gute Lösung“, hatte Trainer Tayfun Korkut noch am Nachmittag gesagt. Nur nichts bestätigen, ehe alles in trockenen Tüchern ist. Der 40-Jährige ist in Transferdingen ohnehin sehr vorsichtig - und die Erfahrungen vom Montag dürften ihn noch zurückhaltender gemacht haben. Da hatte Hannover 96 sich nämlich im letzten Moment nach der ärztlichen Untersuchung noch gegen eine Verpflichtung des Wunschkandidaten entschieden. Die Ablösesumme, die NK Maribor für Petar Stojanovic aufgerufen hatte, erschien Dirk Dufner als viel zu hoch. Der 96-Sportdirektor blieb konsequent, stand aber aufgrund der kurzfristigen Absage in der Öffentlichkeit nicht besonders gut da.

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Hannover 96 steht vor der Verpflichtung von João Pereira, dem Rechtsverteidiger vom FC Valencia.

Da die Zeit knapp wurde - am Montag schließt die Transferliste - und weil es mit Stojanovic nichts wurde, haben Dufner und Korkut sich nun vorübergehend vom ursprünglichen Profil verabschiedet und sich für eine vorerst halbjährige Übergangslösung entschieden. Noch vor einer Woche während des Trainingslagers hatte der Sportdirektor den möglichen Transfer Pereiras nämlich dementiert. „Er ist ein interessanter Spieler, aber wenn nicht noch etwas ganz Unvorhergesehenes passiert, holen wir ihn nicht“, sagte Dufner.

Seinerzeit hatte man sich schon auf Stojanovic festgelegt, ein 19-jähriges Talent mit Zukunft. „Wir hatten die ganze Zeit einen Spieler mit Entwicklungspotenzial im Blick und waren ja auch knapp dran, einen solchen zu holen“, bestätigte Korkut. Der Coach sieht im Umdenken jedoch kein Problem. „João bringt erstklassige Fähigkeiten mit, um uns kurzfristig zu helfen“, sagte er, „und er verschafft uns noch einmal ein halbes Jahr Zeit.“ Gemeint ist, dass sich 96 weiter nach einem Kandidaten für die rechte Abwehrseite umsehen kann. „Transfers im Winter sind sehr schwierig“, sagte Korkut. „Man hat nicht viel Zeit, und meistens muss man Spieler aus einem Vertrag herauskaufen, was sie nicht wirklich günstiger macht.“

Im Kampf um die internationalen Plätze will sich niemand bei 96 nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. Und hinten rechts ist eine ausgemachte Schwachstelle bei den „Roten“. Hiroki Sakai war in seinen Leistungen in der Vergangenheit viel zu wechselhaft und noch dazu ohne ernsthafte Konkurrenz im Kader. Das soll sich nun ändern, denn Pereira, der mit vollem Namen João Pedro da Silva heißt, bringt eine Menge Erfahrung mit. Er bestritt insgesamt 55 Partien in der Primera Division in den Spielzeiten 2012/2013 und 2013/2014. Bei 96 erhält er die Rückennummer 17. „Seine internationale Erfahrung spricht für ihn“, sagte Dufner.

In dieser Saison ist Pereira wegen persönlicher Vorbehalte von Valencias Trainer Nuno nicht zum Einsatz gekommen. Für Portugal bestritt der 30-Jährige seit 2010 40 Länderspiele. So auch bei der WM in Brasilien, wo er auch in der Vorrunde beim 0:4 seines Auswahlteams gegen Deutschland spielte.

Von Jörg Grußendorf und Heiko Rehberg

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