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Hannover 96 Robert Enke (1977-2009)
Sportbuzzer Hannover 96 Robert Enke (1977-2009)
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10:04 10.11.2015
Robert Enke (1977-2009). Quelle: Archiv
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Hannover

Fußballfans werden heute wieder zu dem Grab von Robert Enke nach Neustadt-Empede oder zur HDI-Arena pilgern und dort Blumen niederlegen und Kerzen anzünden. Der Torwart von Hannover 96 und Nationalkeeper, der jahrelang an Depressionen litt, aber nicht wollte, dass dies bekannt wird, hatte seinem Leben nahe seines Wohnortes im Neustädter Land vor sechs Jahren ein Ende gesetzt.

Am 10. November 2009 starb der 96-Torwart Robert Enke. Tausende Fans trauerten. Eine Erinnerung in Bildern.

Anders als im vergangenen Jahr, als sich der Todestag zum fünften Mal jährte, wird das Gedenken in Hannover aber deutlich zurückgenommener ausfallen. Damals gab es im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover eine große Doppelausstellung, die an den ehemaligen 96-Torwart erinnerte und gleichzeitig die Öffentlichkeit für die Krankheiten Depression und Schizophrenie sensibilisieren sollte.

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Witwe Teresa Enke gründete Robert-Enke-Stiftung

Nach dem Tod von Robert Enke hatte dessen Witwe Teresa eine Stiftung für die Erforschung von Depressionen und Herzkrankheiten gegründet. Zum sechsten Todestag zieht sie eine positive Bilanz: "Ich bin stolz darauf, was wir erreicht haben. Manchmal hätte ich es gerne nicht erreicht. Dann wäre er noch da." Zwei Jahre vor Enkes Tod war die Tochter Lara an den Folgen einer Herzkrankheit mit drei Jahren gestorben. Deshalb finanziert die Robert-Enke-Stiftung auch Forschung über Erkrankungen des Herzens. Teresa Enke, die 2009 nach dem Tod ihres Mannes dessen Krankheit auf einer bewegenden Pressekonferenz öffentlich gemacht hatte, lebt mit ihrer sechsjährigen Tochter Leila mittlerweile in Köln. "Robert ist immer da", sagte die 39-Jährige. Leila wisse genau, wer ihr Vater gewesen sei. "Leila sagt immer, Papa war der beste Torwart der Welt."

Zugleich forderte Teresa Enke die Gesellschaft auf, offener über Depressionen zu sprechen: "Lasst uns über Depressionen reden wie Guido Westerwelle über Krebs", schreibt sie in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag auf der Internetseite der Robert-Enke-Stiftung. Auch sechs Jahre nach dem Tod ihres Mannes bleibe der Wille, "dass sich sein Schicksal nicht mehr wiederholen soll", heißt es weiter.

sbü/frs

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