Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hannover 96 Zieler: "Noch immer geschockt und tieftraurig"
Sportbuzzer Hannover 96 Zieler: "Noch immer geschockt und tieftraurig"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:44 14.11.2015
Wieder zurück in Deutschland: Ron-Robert Zieler. Quelle: dpa (Archiv)
Anzeige
Hannover

Nach den Terroranschlägen noch Paris ist Ron-Robert Zieler wieder zurück in der Heimat: "Wieder zurück in Deutschland, aber noch immer geschockt und vor allem tieftraurig", schrieb der deutsche Fußball-Nationaltorwart und 96-Profi am Sonnabendmittag auf seiner Facebook-Seite. "Meine Gedanken sind bei den Familienangehörigen und Freunden der Opfer, denen mein aufrichtiges Mitgefühl gilt. Ich wünsche ihnen alle Kraft der Welt."

Zieler hatte am Freitagabend beim Länderspiel gegen Frankreich im Stade de France in Paris auf der Ersatzbank gesessen und die Nacht wie seine Kollegen in der Kabine verbracht. Ob er zurück nach Hannover oder in seine Geburtsstadt Köln gefahren ist, wollte sein Berater Gunther Neuhaus nicht verraten.

Anzeige

Erklärung der Nationalmannschaft

Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben das vom Terror überschattete Länderspiel gegen Frankreich in Paris (0:2) unterdessen als "Albtraum für uns alle" bezeichnet. "Wir haben uns auf das Stade de France gefreut, auf einen Fußballabend, der für uns alle in einem Albtraum endete", schrieben die Weltmeister in einer Erklärung auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Wir sind nach Paris gekommen, um das zu tun, was uns alle verbindet. Fußball zu spielen, miteinander, gegeneinander, in Freundschaft. Um gemeinsam mit den Fans einen schönen Abend zu erleben, sportlich ehrgeizig, aber vor allem friedlich und fair", hieß es weiter. "Es war ein dumpfer Knall, der alles verändert hat. Und der die Bilder gebracht hat, die uns noch lange begleiten werden."

Nach den Terroranschlägen in Paris ist die deutsche Nationalmannschaft wieder in Deutschland gelandet. Bilder von ihrer Ankunft am Flughafen in Frankfurt.

Die Mannschaft habe in der Nacht im Stadion viel nachgedacht. "Wir haben uns gefragt, warum so etwas passieren kann? Wie so viel Unmenschlichkeit möglich ist? Antworten haben wir viele gefunden, aber keine, die diese feigen Anschläge erklären kann. Wir haben am Freitag ein Fußballspiel verloren - und es gibt nichts, was in diesem Moment unwichtiger war."

Die Nationalmannschaft war nach DFB-Angaben erst am Morgen vom Stade de France zum Flughafen gebracht worden - ohne Umweg über das Hotel Molitor im 16. Arrondissement, gegen das es am Freitag eine Bombendrohung gegeben hatte. "Die Spieler waren sehr ängstlich. Wir wollten kein Risiko eingehen und wussten ja nicht, ob alle Wege gesichert gewesen wären", berichtete Bierhoff.  Unklar ist weiterhin, ob das für Dienstags angesetzte Länderspiel in Hannover gegen die Niederlande stattfindet. Darüber soll am Sonntag entschieden werden.

hr/frs

Jörg Grußendorf 16.11.2015
Heiko Rehberg 15.11.2015