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Hannover 96 Zieler steht vor seinem bisher schwersten Spiel
Sportbuzzer Hannover 96 Zieler steht vor seinem bisher schwersten Spiel
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00:20 19.11.2015
Von Heiko Rehberg
Ron-Robert Zieler (rechts) und Manuel Neuer trainieren. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

Über die Aufstellung, mit der die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Dienstagabend (20.45 Uhr, live im ZDF) in Hannover gegen die Niederlande antreten wird, verlor Bundestrainer Joachim Löw am Montag bei der Pressekonferenz im Rittergut Eckerde kein Wort. Es ist ja auch so ziemlich das Unwichtigste bei einer Begegnung, die nach den Terroranschlägen in Paris „kein Freundschaftsspiel wie jedes andere“ (DFB-Interimspräsident Rainer Koch) sein wird.

Am Dienstag spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen die Niederlande in Hannover. In Barsinghausen haben sie im "Sporthotel Fuchsbachtal" ihr Quartier - unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

Es gibt also keine offiziellen Hinweise, ob Ron-Robert Zieler von Hannover 96 am Dienstag im Tor der Nationalmannschaft stehen wird. Sicher ist nur: Manuel Neuer, als weltbester Torhüter die unumstrittene Nummer eins, hat von Löw eine schöpferische Pause erhalten und ist am Montag nicht mit nach Barsinghausen gereist. Der Bundestrainer hat damit die Auswahl zwischen Zieler, Bernd Leno (Bayer Leverkusen) und Kevin Trapp (Paris Saint-Germain).

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Alle Experten gehen davon aus, dass Zieler bei seinem Heimspiel in Hannover auch spielen wird. Die meisten Fans im Stadion werden aus der Region sein, da liegt ein Einsatz des 96-Profis, der in der Bundesliga zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt hat, nahe. Und noch etwas spricht für Zieler bei einem Spiel, das nach den Erlebnissen im Stade de France für alle Beteiligten nicht einfach sein wird. Leno und Trapp haben noch kein Länderspiel bestritten, für Zieler wäre es Nationalelf-Einsatz Nummer sieben. Er habe die mentale Stabilität für die Situation, sagt 96-Clubchef Martin Kind.

Am Abend vor dem Länderspiel gegen die Niederlande hat das DFB-Team in Barsinghausen trainiert. Die Profifußballer wurden dabei von Polizei und Sicherheitspersonal bewacht.

Zieler hatte die Nacht nach dem Spiel in Frankreich, bei dem er auf der Ersatzbank gesessen hatte, wie seine Teamkollegen in der Umkleidekabine des Stade de France verbracht. Nach der Rückkehr am Sonnabend nach Frankfurt flog Zieler weiter nach Hannover. Am Montag beim Treffpunkt im Fuchsbachhotel in Barsinghausen hatte der 26-Jährige die kürzeste Anreise der 18 Nationalspieler.

Er sei „geschockt und tieftraurig“, hatte Zieler auf seiner Facebook-Seite gepostet. Das Spiel am Dienstag wäre auch für ihn ein Schritt zurück in die Normalität. Ein schwerer Schritt.

Heiko Rehberg 16.11.2015
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