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Hannover 96 Europa ist kein Muss - aber schön wäre es
Sportbuzzer Hannover 96 Europa ist kein Muss - aber schön wäre es
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02:15 02.02.2015
Von Heiko Rehberg
Wiedersehen macht Freude: 96-Profi Miiko Albornoz (rechts) und der Schalker Kevin-Prince Boateng treffen heute wieder aufeinander. Das Hinspiel gewann 96 mit 2:1.
Wiedersehen macht Freude: 96-Profi Miiko Albornoz (rechts) und der Schalker Kevin-Prince Boateng treffen heute wieder aufeinander. Das Hinspiel gewann 96 mit 2:1. Quelle: RONNY HARTMANN
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Hannover

Um die bundesligalose Zeit schneller zu verdauen, hat die Deutsche Fußball-Liga eine sogenannte englische Woche angesetzt und drei Spieltage in zehn Tage gequetscht. Für die „Roten“ bedeutet das: erst gegen Schalke, dann am kommenden Dienstag in der HDI-Arena gegen Mainz 05, danach am Sonnabend nächster Woche zum Hamburger SV. Danach dürften sie bei den „Roten“ bereits schlauer sein, in welche Richtung es in der Rückrunde geht. 

Nur drei Punkte liegt 96 hinter einem Europa-League-Platz zurück. Clubchef Martin Kind hat noch einmal deutlich gemacht, dass Trainer und Spieler alles daran setzen werden, um vom 8. Rang noch zwei Plätze nach oben klettern zu können. Niemand im Verein sagt, dass Europa für die Mannschaft ein Muss ist - aber schön wäre es schon.

Nicht ohne Grund hat Kind öffentlich erwähnt, dass in dieser Saison allein das Team 37 bis 39 Millionen Euro verschlingt. Er wollte damit freundlich ausdrücken: Für das Geld darf man ruhig erwarten, dass 96 bis Saisonende zumindest im Rennen um die internationalen Plätze bleibt.

Ein guter Start ins neue Fußballjahr könnte bei dem Vorhaben helfen. Was Kind darunter versteht, hat er auch gesagt: in der Veltins-Arena auf jeden Fall nicht verlieren. „Wir wissen, dass es ein schweres Spiel wird“, sagt 96-Trainer Tayfun Korkut, „aber für uns ist es auch eine große Chance, mit einem Erfolgserlebnis dort den ersten Schritt zu machen, um unsere eigenen Ziele zu erreichen.“

Kind hat dieser Satz gefallen. Und Korkuts Ehrgeiz mag der Clubchef ohnehin. „Wir können nicht damit leben, dass wir aus Schalke mit null Punkten zurückfahren“, sagt Korkut. Die „sehr gute Vorbereitung“ macht ihn optimistisch, dass seine Mannschaft - anders als sonst meist - in Gelsenkirchen mindestens ein Unentschieden holen wird. Fünf der vergangenen sechs Auswärtsspiele gegen Schalke verloren die Hannoveraner, dabei war das kuriose 4:5 vor zwei Jahren beim Rückrundenauftakt.

Überraschungen in der 96-Startelf sind nicht zu erwarten. Die beiden Winter-Neuzugänge João Pereira und Didier Ya Konan sind noch nicht dabei. Für Hiroshi Kiyotake und Salif Sané, die erst diese Woche von den Turnieren mit ihren Nationalmannschaften zurückgekommen sind, kommt ein Einsatz von Beginn an nicht infrage. Außer Lars Stindl, der bei Gegner Schalke im Gespräch ist für die neue Saison, stehen vor allem Hiroki Sakai und Leonardo Bittencourt im Blickpunkt. Bittencourt braucht eine gute Leistung, um seinen Platz auch in den kommenden Wochen gegen Kiyotake verteidigen zu können. Sakai will beweisen, dass er nicht die Schwachstelle in der hannoverschen Abwehr ist, für die ihn seine Kritiker halten. Ansonsten dürfte der Japaner in den nächsten Wochen seinen Platz hinten rechts an den Portugiesen Pereira verlieren.

Es werden also in vielerlei Hinsicht interessante Fußballwochen in Hannover, aber genau darauf haben die Anhänger schließlich sechs Wochen warten müssen. Es geht für 96 endlich wieder los - und wie.

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