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Hannover 96 Spätzünder treffen am Sonntag aufeinander
Sportbuzzer Hannover 96 Spätzünder treffen am Sonntag aufeinander
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00:15 14.02.2015
Von Jörg Grußendorf
Quelle: Petrow
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Hannover

Oha, die „Roten“ stecken mitten im Abstiegskampf. Zumindest dann, wenn man die Rückrundentabelle der Fußball-Bundesliga als Grundlage nimmt. Da ist Hannover 96 mit lediglich einem Zähler Viertletzter, punktgleich mit dem VfB Stuttgart und dem SC Paderborn. Schlusslicht ist 1899 Hoffenheim, das in 2015 noch nichts Zählbares einfahren konnte. Nach dieser Rechnung erwartet die Fans in der HDI-Arena am Sonntag (Anpfiff ist um 17.30 Uhr) also ein echtes Kellerduell, wenn 96 gegen Aufsteiger Paderborn spielt. Das Treffen der Start-Schlaffis.

Das Team von Hannover 96 bereitet sich im Training auf der Mehrkampfanlage auf das nächste Spiel gegen Paderborn vor.

Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Diese Tabelle hat keine große Aussagekraft; es sind im neuen Jahr schließlich erst drei Spieltage absolviert. Doch die Gesamttendenz der „Roten“ stimmt schon nachdenklich. Das Team von Trainer Tayfun Korkut hat auch das letzte Spiel vor der Winterpause nicht gewonnen (2:2 in Freiburg). Davor hatte es zwar einen Sieg gegeben (2:0 gegen Augsburg), aber: Damit beendete 96 eine sieglose Serie von ebenfalls vier Spielen. Die Bilanz seit dem 22. November: ein Sieg, drei Unentschieden, fünf Niederlagen – Gesamtplatz 10, so schlecht wie nur einmal in dieser Saison nach dem 8. Spieltag. Am Sonntag steht schon der 21. an.

Die Entwicklung von Gegner Paderborn ist zwar um einiges bedrohlicher, der SC war zu Anfang der Saison sogar mal Spitzenreiter (4. Spieltag), aber eine Sieglosserie seit dem 8. November (11. Spieltag) hat den Club auf Rang 15 absacken lassen. Der schöne Vorsprung aus der Hinserie auf die Abstiegsplätze ist damit fast aufgebraucht. Bei den Ostwestfalen herrscht trotzdem Ruhe, denn etwas anderes als den Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag hatte realistisch dort niemand erwartet.

Anders bei 96: Auch wenn Clubchef Martin Kind das Erreichen der internationalen Plätze bereits abgehakt hat, will man sich nicht mit einem Rang im Niemandsland der Tabelle zufrieden geben – und schon gar nicht das Ziel einstelliger Tabellenplatz in Gefahr geraten lassen. Dafür muss etwas passieren. Nicht schlecht wäre mal eine Positivserie wie im Herbst: Seinerzeit hatte es Siege gegen Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und Hertha BSC Berlin gegeben – und den Sprung auf Rang 4. Wiederholung erwünscht.
n Unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Die Fans haben heute und morgen keine Chance, das Training der „Roten“ zu verfolgen. Die erste öffentliche Einheit findet erst am Sonnabend statt, 11 Uhr, Mehrkampfanlage.

Heiko Rehberg 10.02.2015
Christian Purbs 13.02.2015
Norbert Fettback 11.02.2015