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Hannover 96 Schulz und Haggui wollen bis 2014 bei Hannover 96 spielen
Sportbuzzer Hannover 96 Schulz und Haggui wollen bis 2014 bei Hannover 96 spielen
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01:16 21.03.2011
Ja, ich bleibe: Karim Haggui hatte während und nach dem Spiel Grund zur Freude. Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. 2:0 gegen Hoffenheim, neuer Vereinsrekord mit 50 Bundesliga-Punkten für Hannover 96, ein Riesenschritt auf dem Weg in den Europapokal: Das sind schon eine Menge guter Nachrichten für einen Fußball-Nachmittag in der AWD-Arena. Aber eine Viertelstunde nach dem Ende des Spiels erzielten die „Roten“ dann noch zwei richtige Volltreffer. Mitten aus dem Interview-Parcours heraus wurde Verteidiger Christian Schulz in die Kabine gebeten, um im kleinen Arbeitszimmer von Teammanager Thomas Westphal seine Unterschrift unter einen neuen Dreijahresvertrag zu setzen: Schulz bleibt bis 2014 ein „Roter“ und erteilt dem an seiner Verpflichtung interessierten niedersächsischen Nachbarklub VfL Wolfsburg eine Absage.

Spekulationen zufolge hätten die „Wölfe“ dem 27-Jährigen für dessen „goldene Jahre“ drei Millionen Euro pro Jahr gezahlt. 96 konnte da nicht mithalten, bot dem Gelegenheitsnationalspieler aber immerhin den Aufstieg in die Gehaltsspitzenklasse bei den „Roten“ mit einem Jahressalär wohl irgendwo zwischen 1,5 und 1,7 Millionen Euro an. Schulz (123 Spiele für 96) erklärte aber: „Geld ist nicht immer alles“ – und entschied sich für etwas, was mit barer Münze kaum aufzuwiegen ist: „Diese Entwicklung war so nicht abzusehen“, meinte Schulz mit Blick auf die abstiegsbedrohten Wolfsburger und die 96er auf ihrem Höhenflug. „Unsere Mannschaft hat sich gefunden, und die Trainer haben jeden von uns besser gemacht. Ich glaube, dass dieses Team in den nächsten Jahren etwas erreichen kann.“

Zum perfekten Doppelschlag kam am Sonnabend nach dem Sieg gegen Hoffenheim auch noch die Vertragsverlängerung mit dem Innenverteidiger Karim Haggui dazu, der 2009 von Bayer Leverkusen nach Hannover gewechselt war. Schulz: „Das war so abgesprochen, dass ich das mache und Karim nachzieht.“ Der Tunesier, der inzwischen 50-mal im Trikot der „Roten“ aufgelaufen ist, war danach „total glücklich und sehr stolz auf diese Mannschaft. Für mich ist 96 genau was ich suche und was ich brauche.“ Der tunesische Nationalspieler ist sich sicher, „dass wir uns noch positiv entwickeln. Wir werden dieses Niveau halten oder noch besser im nächsten Jahr.“

Für beide Abwehrspieler, Haggui und Schulz, war die Kontinuität in der Viererabwehrkette ein besonders entscheidendes Kriterium. Und dafür sind nun die besten Voraussetzungen geschaffen: Schulz und Haggui, so sie denn ihre Verträge erfüllen, bleiben bis 2014. Kapitän Steve Cherundolo, Routinier mit 32 Jahren, bleibt sicher bis zum Sommer 2012, und der Kontrakt von Emanuel Pogatetz, der erst im Sommer vom FC Middlesbrough nach Hannover kam, gilt gar bis zum Sommer 2013. Dass österreichische Medien am Wochenende ein angebliches Interesse des FC Bayern München an ihm kolportierten – es bleibt vermutlich eine Meldung ohne allzu große Relevanz.

Noch zwei andere Personalentscheidungen sind am Wochenende von Jörg Schmadtke getroffen worden, der selbst erst am Freitag vom Sportdirektor zum Geschäftsführer Sport mit unbefristetem Vertrag befördert worden war: Auch der vielseitig einsetzbare Sofian Chahed, seit August 2009 bei Hannover, verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre. Für die gleiche Zeit bleibt Ersatztorhüter Markus Miller, der ebenso wie Schulz, Haggui und Slomka von Spieleragent Harun Arslan (managt auch Bundestrainer Joachim Löw) vertreten wird. Miller dürfte in den Planungen fest als Nummer 2 hinter Ron-Robert Zieler vorgesehen sein – was zugleich den Abschied von Florian Fromlowitz besiegeln dürfte.

Volker Wiedersheim

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