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Hannover 96 Slomka will mit Koné die Kurve kriegen
Sportbuzzer Hannover 96 Slomka will mit Koné die Kurve kriegen
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15:19 05.02.2010
Von Norbert Fettback
Ausgetrickst: 96-Stürmer Arouna Koné (hinten) lässt Altin Lala ins Leere laufen. Quelle: Ulrich zur Nieden

Spätestens seit Donnerstag weiß Arouna Koné, dass Abstiegskampf auch eine ganz schmutzige Angelegenheit ist. Vom knalligen Gelb seiner Fußballschuhe war nach Trainingsschluss nicht mehr viel zu sehen. Ein Ergebnis der Schlammschlacht, die sich 22 Spieler von Hannover 96 auf der matschigen, kaum bespielbaren Mehrkampfanlage geliefert hatten. Koné, die neue Sturmhoffnung aus Sevilla, hatte munter mitgemischt. Der 26-Jährige steuerte auch ein schön herausgespieltes Tor zum 3:1-Erfolg der A-Mannschaft gegen das B-Team bei, das Mike Hanke in Führung geschossen hatte.

Ein Ergebnis, mit dem aus 96-Sicht im Bundesligaspiel bei 1899 Hoffenheim alle glücklich und zufrieden wären. Doch kann man ernsthaft daran glauben? Nach den gruseligen Leistungen, die von den „Roten“ in den vergangenen Wochen zu sehen waren und die auch Mirko Slomka als neuer Trainer bislang nicht abstellen konnte? Dass ungeachtet des gestern von 44 Fußballerbeinen umgepflügten Trainingsplatzes bei 96 ein zartes Pflänzchen namens Hoffnung wächst, hat zuvorderst auch mit zwei Namen zu tun: Koné und Elson, dem anderen Neuen.

Auf beide werden sich am Sonnabend im Sinsheimer Stadion die Augen auch deshalb richten, weil sie mit für das Wunder sorgen sollen, das 96 benötigt, um aus der sportlichen Krise, die zuallererst eine Ergebniskrise ist, herauszukommen. Folgt man Slomkas Eindrücken nach den wenigen Trainingseinheiten, die die beiden mit ihrer neuen Mannschaft absolviert haben, dann hat 96 mit diesen Transfers den richtigen Weg eingeschlagen, um im Kampf gegen die drohende Zweitklassigkeit die Kurve zu kriegen. Koné könne der Mannschaft mit seiner Schnelligkeit, Durchsetzungsfähigkeit und seiner Ruhe am Ball einen „enormen Schub“ geben, sagt der Trainer. Und Elson, den die „Roten“ beim VfB Stuttgart von der Ersatzbank holten, brauche „überhaupt keine Anlaufzeit. Er nimmt das Heft in die Hand und ist mit seinen Pässen in die Tiefe brandgefährlich.“ Das habe sich im Training deutlich gezeigt.

Die Probe aufs Exempel steht allerdings noch aus; Hoffenheim wäre eine gute, aber zum Glück für 96 noch nicht die letzte Gelegenheit, Bundesligatauglichkeit zu beweisen. Slomka hat unter der Woche deshalb nicht nur die beiden Neuen besonders im Blick gehabt, die für mehr Offensivschwung sorgen sollen, sondern auch versucht, anderen Schwachstellen beizukommen. Nicht zuletzt dem spürbar angekratzten Selbstvertrauen seines Team. Den Glauben daran stärken, auch in Hoffenheim etwas holen zu können – so lautet seine wichtigste Mission.

Jan Rosenthal ist einer derjenigen, die es von sich selbst zu überzeugen gilt. Dem Mittelfeldspieler, der Koné im Angriffszentrum mit Zuspielen in gute Schussposition bringen soll, gelang gestern im Training nicht allzu viel – doch statt ihn nach einem schlechten Pass zu rüffeln gab es von Slomka mehrfach aufmunternde Hinweise, wie es besser gehen kann. Über den Effekt wird man gegen 17.20 Uhr mehr wissen.

Heimpleite für die „Roten“: Hannover 96 hat am Sonnabend gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:3 verloren. Nun meldet sich Trainer Mirko Slomka zu Wort und spricht über den Kapitän, den Torwart, die Transfers und Quertreiber im Team.

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