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Hannover 96 So schafft Hannover 96 den Klassenerhalt
Sportbuzzer Hannover 96 So schafft Hannover 96 den Klassenerhalt
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11:18 11.05.2015
Von Christian Purbs
Jubel oder Frust? Wie die Saison für die Spieler von Hannover 96 ausgehen wird, ist noch völlig unklar. Klassenerhalt oder Abstieg, beides ist möglich. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

In der Halbzeit beim Spiel von Hannover 96 gegen Werder Bremen machte der Blick auf die Tabelle mal wieder richtig Freude. Die „Roten“ standen durch die 1:0-Führung auf dem 14. Platz und waren der Gewinner des Spieltages. Nach dem Abpfiff blieb zwar nur noch Platz 16 und ein Punkt, doch der kann beim Saisonfinale sehr wichtig sein. 96 ist zwar mittendrin im Schlamassel, doch die Chancen auf den Klassenerhalt sind gar nicht so schlecht. Wie unsere Hochrechnungen zeigen, können die „Roten“ mit ein bisschen Glück auch ohne einen Sieg den Klassenerhalt schaffen.

96 holt keinen Punkt mehr

Dann steigen die „Roten“ direkt ab. Da mit Paderborn und Stuttgart beide Mannschaften hinter 96 noch am letzten Spieltag gegeneinander spielen, zieht auf jeden Fall einer von beiden vorbei.

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96 holt noch einen Punkt

Das könnte mit sehr viel Glück für den Relegationsplatz reichen. Dann müssten allerdings Paderborn und Stuttgart am nächsten Sonnabend verlieren und beim direkten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag unentschieden spielen. 96 hätte dann einen Punkt mehr als der VfB und gegenüber den punktgleichen Paderbornern das bessere Torverhältnis. Auch eine andere Variante ist möglich: Der HSV verliert beide Spiele, und Stuttgart holt gegen Paderborn einen Punkt. Dann wären die „Roten“ mit der besseren Tordifferenz auf dem 16. Platz vor den punktgleichen HSV und Paderborn.

96 holt noch zwei Punkte

Zum direkten Klassenerhalt ohne Sieg in der Rückrunde? Das geht. 96 kann mit zwei weiteren Unentschieden den HSV (bei Niederlagen in Stuttgart und gegen Schalke), den SC Freiburg (Niederlage gegen die Bayern, Remis gegen 96) und Paderborn (Niederlage gegen Schalke, nicht mehr als ein Remis gegen Stuttgart) hinter sich lassen.

96 holt noch drei Punkte

Das ist die Variante mit vielen Chancen, aber auch vielen Gefahren. Alles ist möglich, aber nichts sicher. Ein Sieg in Augsburg würde die Situation deutlich verbessern, gerettet wären die „Roten“ damit aber noch nicht. Selbst wenn Berlin, Freiburg und Paderborn ihre nächsten Spiele verlieren und sich der HSV und Stuttgart die Punkte teilen, könnte es am letzten Spieltag ein böses Erwachen geben. 96 stünde zwar vor dem Finale mit 34 Punkten auf dem 14. Platz, müsste aber bei einer Niederlage am letzten Spieltag Gegner Freiburg (punktgleich, aber bessere Tordifferenz) und vielleicht auch Berlin (Remis in Hoffenheim), Hamburg (Sieg gegen Schalke) und Stuttgart (Sieg gegen Paderborn) vorbeiziehen lassen. Platz 17, 2. Liga, nicht gut. Besser, wenngleich nichts für schwache Nerven, wäre es, wenn 96 sich den Sieg für das Heimspiel gegen Freiburg aufhebt. Wenn die Bayern am kommenden Wochenende in Freiburg mindestens ein Remis holen, dann würde 96 mit einem Sieg auf jeden Fall Freiburg hinter sich lassen. 96 würde nur dann absteigen, wenn Paderborn und Stuttgart aus den letzten beiden Spielen vier Punkte holen, wobei gegenüber Stuttgart dann bei jeweils 34 Punkten die Tordifferenz entscheidend wäre. Da ist 96 zurzeit zwar noch um zwei Treffer besser, ob das am Ende reicht, lässt sich nicht sagen. Auch der HSV (Remis gegen Stuttgart und Niederlage gegen Schalke) sowie Berlin (zwei deutliche Niederlagen) könnten noch hinter 96 landen.

96 holt noch vier Punkte

Mit dann 35 Punkten würde 96 auf jeden Fall Paderborn oder Stuttgart hinter sich lassen, vielleicht auch beide. Und auch den SC Freiburg, wenn der nicht gegen die Bayern gewinnt. Damit wäre zumindest der Relegationsplatz relativ sicher. Um den direkten Klassenerhalt zu schaffen, dürften die Stuttgarter nicht mehr als vier Zähler, der HSV nicht mehr als drei Punkte holen oder Berlin nicht mehr gewinnen.

96 holt noch sechs Punkte

Mit zwei Siegen wäre 96 mit großer Wahrscheinlichkeit ein weiteres Jahr erstklassig. Paderborn könnte zwar noch mit zwei Siegen nach Punkten gleichziehen, müsste dann aber 14 Tore aufholen. Stuttgart, Freiburg und Paderborn würden dann schlechter platziert sein als die „Roten“.

Das Restprogramm der letzten sechs

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