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Hannover 96 Stemmt sich 96 gegen den Abstieg?
Sportbuzzer Hannover 96 Stemmt sich 96 gegen den Abstieg?
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00:15 04.05.2015
Von Heiko Rehberg
Die Last ist groß, die die Profis von Hannover 96 im Abstiegskampf mit sich herumschleppen. Ein bisschen Krafttraining wie in dieser Woche - hier Mittelfeldspieler Leon Andreasen - kann da nicht schaden. Quelle: sp / Sielski
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Hannover

Wer 14 Spiele in Folge nicht gewonnen hat wie Fußball-Bundesligist Hannover 96, der ist in bedrohlicher Lage ständig auf der Suche nach allem, was irgendwie Mut macht. Es ist eine beschwerliche Suche, denn 96 geht in den Saisonschlussspurt mit den letzten vier Spielen als Rückrundenschlusslicht. Wo sollen da vor der Partie am Sonnabend beim VfL Wolfsburg die guten, Mut machenden Nachrichten herkommen? Schauen wir mal genau hin.

Die „Roten“ haben in den vergangenen, erfolglosen Wochen etwas Bemerkenswertes geschafft. Gefühlt ist die Mannschaft auf den letzten Platz abgerutscht. Tatsächlich ist es 96 aber irgendwie gelungen, immer noch über dem Strich zu bleiben, der in der Tabelle zwischen Platz 15 und Relegationsplatz 16 steht. Diesen 15. Rang zu verteidigen, in Wolfsburg und danach gegen Werder Bremen, beim FC Augsburg und gegen den SC Freiburg, ist das große Ziel. Und falls das nicht klappen sollte, muss es eben der 16. Platz sein, der 96 immerhin zwei weitere Chancen bescheren würde, in den Relegationsspielen gegen den Zweitligadritten erstklassig zu bleiben. Bloß nicht direkt absteigen!

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Eine Umfrage des Fachmagazins „kicker“ stimmt in dieser Hinsicht zuversichtlich. Deutschlands Fußballfans sind überzeugt, dass 96 nicht auf direktem Weg in der 2. Liga verschwindet. Von stattlichen 22 591 Anhängern, die sich an der Umfrage beteiligt haben, glauben 76,8 Prozent, dass es den SC Paderborn erwischt. Der VfB Stuttgart (39 Prozent), der Hamburger SV (38,6 Prozent) und Hannover 96 (38,1) liegen zwar dicht beieinander, aber in dieser Umfrage würden die „Roten“ den angestrebten 15. Platz verteidigen.

Mit dem VfL Wolfsburg wartet am 31. Spieltag ein Gegner, bei dem auf den ersten Blick nicht zwangsläufig davon auszugehen ist, dass die hannoversche Sieglos-Serie endet. Der VfL spielt seine beste Saison seit dem Meistertitel 2009, hat 20 Heimspiele hintereinander nicht verloren und hat in der Woche mit dem Einzug ins DFB-Pokalfinale einen weiteren Schub bekommen. Auch dass 96-Sportdirektor Dirk Dufner - „Es macht Spaß, den Wolfsburgern zuzu- gucken, aber diesen Spaß wollen wir ihnen nehmen“ - mal wieder große Taten ankündigt, lässt nach den Erfahrungen zuletzt eher Schlimmes befürchten. Dufner, der am Saisonende nach Trainer Tayfun Korkut das zweite personelle Opfer der 96-Krise werden dürfte, gilt längst als Meister der folgenlosen Worte.

Dass es diesmal trotzdem klappen kann mit einem Sieg, hat mit einer besonderen Geschichte zu tun. Für neue 96-Trainer ist Wolfsburg nämlich ein Traumgegner.

Dieter Hecking, gerade losgeeist von Alemannia Aachen, saß am 15. September 2006 das erste Mal als 96-Trainer auf der Bank. Und wo? Genau: im Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg. 96 gewann durch zwei Tore von Thomas Brdaric mit 2:1.

Tayfun Korkuts erste Aufgabe als 96-Trainer war am 25. Januar 2014 ebenfalls ein Auswärtsspiel in Wolfsburg. Auch Korkut startete dank Toren von Leonardo Bittencourt (2) und Artjoms Rudnevs mit einem Sieg (3:1). Sein Satz danach („Der Sieg bedeutet noch gar nichts, auch für mich nicht“) sollte sich später bewahrheiten, aber das ist eine andere Geschichte.

Jetzt also Michael Frontzeck. Sein erstes Auswärtsspiel als neuer 96-Coach. Beim VfL Wolfsburg, dem idealen Gegner für Neulinge auf der Trainerbank. Wenn das kein Mutmacher ist ...

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