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Hannover 96 Hellwach trotz Verspätung
Sportbuzzer Hannover 96 Hellwach trotz Verspätung
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00:16 25.07.2014
Von Björn Franz
Klare Sache für den Favoriten: Lars Stindl nickt ein. Quelle: Huebner
Frankfurt

Der Ball lief. Direkt und vor allem schnell. Zu schnell für die Spieler des FSV Frankfurt. Über Manuel Schmiedebach und Hiroki Sakai landete das Spielgerät auf dem rechten Flügel bei Leonardo Bittencourt, dessen Flanke Lars Stindl aus der Drehung knapp am Tor des Fußball-Zweitligisten vorbeischoss. Es war in der 14. Spielminute des Testspiels von Hannover 96 in Frankfurt der schönste Angriff der Partie. Und auch wenn er nicht von Erfolg gekrönt war, machten die „Roten“ am Dienstag speziell vor der Pause ziemlich viel Spaß. Am Ende stand ein souveräner 4:1-Sieg – und das, obwohl die Testspielreise alles andere als problemlos begonnen hatte.

Mit einem klaren 4:1-Sieg im Gepäck kehren die "Roten" von Hannover 96 am Dienstag vom Testspiel gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt zurück.

Denn die Anreise mit der Deutschen Bahn entpuppte sich als schlechte Wahl. Wegen eines Stellwerkschadens hatte der ICE 77, mit dem der Erstligist sich auf den Weg an den Main gemacht hatte, bereits in Göttingen 84 Minuten Verspätung. Das einzig Positive war danach, dass nicht noch mehr Zeitverlust dazukam. Doch auch so kam die hannoversche Reisegruppe erst um 17.24 Uhr in Frankfurt an, sodass die Partie um 70 Minuten auf 19.10 Uhr nach hinten verlegt werden musste. Trainer Tayfun Korkut, der als jemand gilt, der möglichst jedes Detail perfekt durchplant, dürfte das überhaupt nicht gefallen haben.

Doch auf dem Rasen machte sich die problematische Anreise nicht negativ bemerkbar. Ganz im Gegenteil. Die Gäste waren von Beginn an die dominierende Mannschaft, ließen den Ball immer wieder schnell und direkt durch die eigenen Reihen laufen – und brachten die unbewegliche Hintermannschaft des FSV durch viele Positionswechsel immer wieder in Schwierigkeiten. Der Führungstreffer durch Innenverteidiger Christian Schulz, der nach einer kurzen Eckenvariante und Flanke von Edgar Prib in der 12. Minute einköpfte, war die logische Folge. Und schon kurz darauf verfehlte der auffällige Stindl eben nur knapp den zweiten Treffer.

Ganz so problemlos ging es für die „Roten“ vor 1453 Zuschauern allerdings nicht weiter. Denn so ansehnlich sie sich in der Vorwärtsbewegung durch die statische Frankfurter Defensive kombinierten, so anfällig wirkten sie bisweilen in der Hintermannschaft. Fiel der Ausgleich durch Manuel Konrad (16. Minute) noch fast aus dem Nichts, wirkten die Hannoveraner danach bei Ballverlusten bisweilen ziemlich ungeordnet.

Doch richtig gefährlich konnten die schwachen Frankfurter den im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Bielefeld offensiv deutlich verbesserten 96ern nicht werden. Zumal die binnen vier Minuten für die Entscheidung sorgten. Zunächst verwandelte Edgar Prib einen Abpraller zum 1:2 (26.), dann nutzte Stindl einen Fehler von FSV-Torwart Patric Klandt, der eine Sakai-Flanke unterlief, per Kopf zum 1:3. Und so war Korkut am Ende eines kuriosen Tages auch durchaus zufrieden. „Der Unterschied zu Bielefeld war, dass wir heute unsere Chancen genutzt haben. Es war ein verdienter Erfolg“, sagte der Trainer, der kurz vor Schluss sogar noch das 4:1 durch Jan Schlaudraff (89.) sah.

Hannover 96: Königsmann – Sakai (46. Rankovic), Marcelo (64. Thesker), Schulz (46. Felipe), Albornoz (64. Pietler) – Schmiedebach
(64. Hirsch), Andreasen (64. Pietler) – Bittencourt (64. Ernst), Stindl (64. Bähre), Prib
(64. Schlaudraff) – Sobiech (64. Sulejmani).

Mit 84 Minuten Verspätung ist der ICE mit der Mannschaft von Hannover 96 in Frankfurt angekommen. Der Anpfiff des Testspiels beim Zweitligisten FSV Frankfurt heute Abend im Volksbank-Stadion musste deswegen verschoben werden.

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