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Hannover 96 Tipps vom Pokalhelden beim HAZ-Torwarttag
Sportbuzzer Hannover 96 Tipps vom Pokalhelden beim HAZ-Torwarttag
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19:04 27.05.2015
Von Heiko Rehberg
Sievers hatte sich einige Übungen für die jungen Nachwuchskicker überlegt. Quelle: Maike Lobback
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Hannover

Manchmal sind Kinder und Jugendliche einfach die besten Reporter. Die 64 Torhüter im Alter zwischen acht und 15 Jahren, die beim Torwarttag der HAZ-Fielmann-Fußballschule dabei waren, kitzelten jedenfalls mit ihren Fragen interessante Neuigkeiten aus Jörg Sievers heraus.

Der Torwarttrainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 war zum fünften Mal in Folge Chefcoach bei der beliebten Veranstaltung auf dem Sportgelände des Heeßeler SV. Zum Torwarttag gehört zwischen der Übungseinheit am Vormittag und dem Trainingsprogramm am Nachmittag eine Fragestunde mit Sievers. Die Gelegenheit, den Trainer des Weltmeisters Ron-Robert Zieler mit „Fragen zu löchern“, wie es Jörg Canisius aus dem Trainerteam der Fußballschule angekündigt hatte, ließen sich die 64 Torwarttalente jedenfalls nicht nehmen. Und förderten dabei mit ihren Fragen Interessantes zutage. Oder wussten Sie, wie viele Paar Handschuhe ein Bundesligatorhüter im Laufe einer Saison verbraucht?

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60 junge Kicker haben am Dienstag und Mittwoche besondere Tage in der HAZ-Fielmann-Fußballschule erlebt. Jörg Sievers, Torwarttrainer von Hannover 96 und Pokalheld von 1992 nahm sich für die Nachwuchsspieler Zeit.

Sievers erzählte, dass er in seiner aktiven Zeit 25 Paar verbraucht habe. Bei Zieler und seinen Kollegen seien es aber 40 bis 50. Da staunten die jungen Torhüter, die sich auf dem A-Platz in Heeßel im Halbkreis um Sievers gesetzt hatten, nicht schlecht.

Wer sein erster Verein war (SV Eddelstorf), wo er außer bei 96 gespielt hat (Lüneburger SK, VfL Wolfsburg, Teutonia Uelzen) oder ob sich Zieler im Training Unkonzentriertheiten leistet (nein) – Sievers bekam jede Menge Fragen gestellt. Als ein Fußballschüler wissen wollte, ob er als Torhüter auch schon mal ein Tor geschossen habe, übernahm ein Zehnjähriger die Antwort und rief in die Runde: „Ja, 1992 im Pokalhalbfinale gegen Werder Bremen einen Elfmeter!“
Sievers nahm sich in Heeßel viel Zeit, erklärte ruhig die Übungen, korrigierte, lobte, motivierte. Bei den Kindern und Eltern sammelte er mit seiner sympathischen Art zahlreiche Pluspunkte.

Nur wenige Fragen blieben unbeantwortet, zum Beispiel die nach dem neuen 96-Kapitän. Interessiert hörte sich Sievers die Vorschläge an, die jungen Torhüter in Heeßel plädierten mehrheitlich für Zieler oder – das war eine Überraschung – Hiroshi Kiyotake. Und ganz zum Schluss hatte einer der jüngsten Torhüter noch eine Frage: „Wann kommt der Krankenwagen?“ Stirnrunzeln bei Sievers und allen anderen. „Na, ich meine wegen der Löcher, die wir Dir in den Bauch gefragt haben.“ Großartig, dieser Torhüternachwuchs.

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