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Hannover 96 Kurzarbeiter Frontzeck muss liefern
Sportbuzzer Hannover 96 Kurzarbeiter Frontzeck muss liefern
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00:21 23.04.2015
Von Jörg Grußendorf
Foto: Übernimmt eine völlig verunsicherte Mannschaft: Michael Frontzeck.
Übernimmt eine völlig verunsicherte Mannschaft: Michael Frontzeck. Quelle: dpa /Archiv
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Hannover

Das wird die schwierigste Aufgabe seines Lebens. Auch wenn Michael Frontzeck schon einige Erfahrungen gesammelt hat: Der Rettungsauftrag von Hannover 96 übertrifft alles. Zeit hat er überhaupt keine. Der 51-Jährige muss sofort funktionieren.

Und sein Job ist ohne Perspektive. Fünf Spiele auf der Bank, den Klassenerhalt sichern – und tschüss. Frontzeck wird sich diese Kurzarbeit fürstlich bezahlen lassen. Doch er geht auch ein sehr hohes Risiko ein, denn Frontzeck kann auch eine Menge verlieren.

Hannover 96 hat Michael Frontzeck als Trainer für die letzten fünf Saisonspiele verpflichtet.

Er übernimmt eine völlig verunsicherte Mannschaft, die zudem zuletzt jeglichen Charakter vermissen ließ. Sollte seine Mission schiefgehen, wird es immer heißen: Frontzeck ist der, mit dem 96 abgestiegen ist. Dass er daran mit Sicherheit die geringste Schuld tragen würde, interessiert dann nur am Rand. Er müsste als wieder arbeitsloser Trainer mit diesem Makel leben.

Bundesweites Kopfschütteln

Auf der anderen Seite haben die „Roten“ noch das Beste aus ihrer misslichen Lage gemacht. Clubchef Martin Kind und Sportdirektor Dirk Dufner wirkten ratlos. Sie standen nahezu unvorbereitet da nach der Entlassung von Tayfun Korkut. Und das, obwohl der sportliche Niedergang alles andere als schleichend verlief. Es war schlicht unprofessionell.

Allein für die Idee, Peter Neururer ein drittes Mal nach Hannover holen zu wollen, ernteten Kind und Dufner zu Recht bundesweit Kopfschütteln. Frontzeck muss jetzt dafür sorgen, dass 96 nicht gänzlich zur Lachnummer verkommt.

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