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Hannover 96 Hannover 96 verliert Niedersachsenderby
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16:00 07.12.2014
Von Björn Franz
Foto: Lars Stindl geht im Zweikampf mit Wolfsburgs Josuha Guilavogui zu Boden.
Lars Stindl geht im Zweikampf mit Wolfsburgs Josuha Guilavogui zu Boden. Quelle: dpa
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Hannover

Das Spiel:

Nach schwungvollem Start mussten die „Roten“ früh einem Rückstand durch Kevin De Bruyne (4. Minute) hinterherlaufen. Das taten sie zwar engagiert, aber bis kurz vor der Pause so ideen- wie erfolglos. Die einzigen beiden Torchancen von 96 bis zur 45. Minute resultierten gegen nach 20 Minuten immer überheblicher wirkende Wolfsburger, die sich viele leichte Ballverluste im Spielaufbau leisteten, aus Freistößen von Hiroshi Kiyotake (28.) und Ceyhun Gülselam (39.). Der Ausgleich durch Joselu unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gab den Gastgebern einigen Rückenwind, und bis zur 69. Minute waren sie danach auch die aktivere Mannschaft. Doch von der erneuten Wolfsburger Führung durch den kurz zuvor eingewechselten Bas Dost erholte sich 96 nicht mehr.

Hannover 96 hat das Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfburg in der heimischen HDI-Arena mit 1:3 verloren. Erstmals seit Februar 2010 holte Wolfsburg damit in Hannover wieder Punkte.

Die Tore:

0:1 (4.) Kevin De Bruyne darf nach einem Missverständnis zwischen Gülselam und Marcelo, die sich im Mittelfeld bei einem Kopfballduell in die Quere kamen, frei auf 96-Keeper Ron-Robert Zieler zulaufen und schiebt eiskalt ein.
1:1 (45.) Joselu wuchtet den Ball nach einer Flanke von Jimmy Briand von links aus fünf Metern per Flugkopfball ins Netz. Vorausgegangen war eine abgewehrte Ecke durch Hiroshi Kiyotake.
1:2 (69.) Bas Dost steht bei einer Flanke am langen Pfosten völlig frei und köpft gegen die Laufrichtung von Zieler ins lange Eck. Zuvor hatte Linksverteidiger Miiko Albornoz den Ball im Mittelfeld verloren.
1:3 (85.) Maximilian Arnold - wie Dost kurz zuvor vom Wolfsburger Trainer Dieter Hecking eingewechselt - steht nach schöner Vorarbeit von Ivan Perisic völlig frei vor Zieler uns schiebt unter dem 96-Keeper hindurch ins Netz.

Liveticker

Hier finden Sie den Liveticker zum Nachlesen.

Die Szene des Spiels:

Es war der schönste Angriff des Spiels. Und im Nachhinein der Anfang vom Ende für 96. Nach einer Hackenvorlage von Joselu, Flanke von Manuel Schmiedebach und Rückpass von Hiroshi Kiyotake scheiterte Lars Stindl in der 65. Minute beim Stand von 1:1 aus kurzer Distanz an Benaglio. Kurz darauf wechselte 96-Trainer Tayfun Korkut mit Edgar Prib und Leonardo Bittencourt zwei frische Außenspieler ein, um den Druck zu erhöhen. Aber die Tore schossen unmittelbar danach die Gäste – und 96 hatte keine einzige Torchance mehr.

In einem über weite Strecken zerfahrenen und von Fehlern geprägten Niedersachsenderby kommt der VfL-Wolfsburg bei Hannover 96 zu einem 3:1-Erfolg.

Der Spieler des Spiels:

Kevin De Bruyne zeigte einmal mehr, welche große individuelle Klasse er besitzt. Den Führungstreffer erzielte er selbst, an einem weiteren Wolfsburger Tor war er als Vorbereiter beteiligt. Fast alles, was der Belgier macht, hat Hand und Fuß. Und so war er so etwas wie das Gesicht der beeindruckend effektiven Wolfsburger Offensive.

Die Statistik:

Die nackten Zahlen verdeutlichen, wie umkämpft und ausgeglichen die Partie war. Beim Ballbesitz hatten die Gäste aus Wolfsburg mit 51 Prozent knapp die Nase vorn, bei den gewonnenen Zweikämpfen war es 96 (ebenfalls 51 Prozent). Auch Torschüsse (16:15) und Passquote (jeweils 71 Prozent) unterstreichen, wie eng es auf dem Rasen zuging. Doch am Ende zählen nun einmal die Tore …

Die Stimmen zum Spiel:

Tayfun Korkut (96-Trainer): „Ich bin enttäuscht, weil die Mannschaft heute mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Bis zum zweiten Gegentor haben wir wenig zugelassen und auch gut nach vorne kombiniert. Wenn Lars Stindl seine Chance zum 2:1 genutzt hätte, wäre Wolfsburg wahrscheinlich in Probleme geraten. Aber so war es nach dem 1:2 ein anderes Spiel – wir haben zu viel zugelassen und es zu sehr mit der Brechstange versucht.“

Dieter Hecking (VfL-Trainer): „Wir haben hier in Hannover sicherlich schon besser gespielt und trotzdem verloren. Insgesamt war der Sieg vielleicht etwas glücklich, aber ich hatte nach 60 Minuten irgendwie das Gefühl, dass wir noch unsere Chance bekommen. Nach dem 2:1 musste 96 dem großen Aufwand Tribut zahlen.“

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