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Hannover 96 Warum hat 96 auch Harnik geholt?
Sportbuzzer Hannover 96 Warum hat 96 auch Harnik geholt?
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00:16 21.07.2016
Von Carsten Schmidt
Ein Stürmer mit Durchsetzungskraft: Martin Harnik (oberes Bild, rechts) behauptet während des EM-Vorrundenspiels der Österreicher gegen den späteren Europameister Portugal den Ball im Duell mit Ricardo Carvalho. Quelle: Srdjan Suki
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Hannover

Hannover 96 überrascht. Nach der Vorstellung von Niclas Füllkrug, um dessen Wechsel zurück in die Heimat es ein längeres Tauziehen gegeben hatte, baten Geschäftsführer Martin Bader und Christian Bönig, Leiter Kommunikation bei 96, Montag einen weiteren jungen Mann in den Pressekonferenzraum der HDI-Arena. „Wir haben noch jemanden für Sie“, sagte Bönig launig lächelnd: „Martin Harnik.“

Und noch ein Neuer für die "Roten": Stürmer Martin Harnik verstärkt das Team.

Der Fußball-Zweitligist verblüffte mit der Verpflichtung des ablösefreien österreichischen Nationalspielers, weil ihn kaum jemand als möglichen Transfer auf dem Zettel hatte. „Wir sind sehr stolz, dass es uns gelungen ist, die Gespräche geheim zu halten“, sagte Bader. Harnik war im Vorjahr als Kandidat im Sturm in Hannover im Gespräch gewesen. In diesem Jahr schien der Stürmer, der bis zum 30. Juni beim ebenfalls abgestiegenen VfB Stuttgart unter Vertrag war, aber nicht ins Profil bei den „Roten“ zu passen. Harnik wollte eigentlich in der 1. Liga bleiben und war zuletzt mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht worden. Das lag nahe, weil der 29-Jährige in der Hansestadt geboren wurde - als Sohn eines Österreichers und einer Deutschen - und dort auch aufwuchs.

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Auch in China hatte sich der Stürmer vorgestellt. Der Wechsel zu Shandong Luneng platzte aber. „Es war eine Grundsatzentscheidung wegen der sportlichen Perspektive“, sagte Harnik.

Seine Verpflichtung kam auch überraschend, weil am selben Tag Offensiv-Wunschkandidat Füllkrug vorgestellt wurde und damit eigentlich der Weg für Torgefahr in der 2. Liga gebahnt war. Für Harnik, der einen „längerfristigen Vertrag“ (Bader) erhalten hat, sprechen aber außer der Ablösefreiheit zwei weitere Faktoren. Der Deutsch-Österreicher hat Erfahrung - er bestritt 60 Länderspiele für Österreich und schoss 14 Tore, zuletzt nahm er an der EM in Frankreich teil. Zudem bestritt er 190 Partien (53 Tore) in der 1. Bundesliga und 30 Punktspiele (13 Treffer) in der zweithöchsten Spielklasse. Und Harnik ist vielseitig. Das betonten sowohl Bader als auch der Profi selbst. „Zuletzt bin ich oft über die rechte Außenbahn gekommen“, sagte der Spieler. „Ich habe aber auch schon alleinige Spitze oder als zweiter Stürmer gespielt.“

Geschäftsführer Bader hat mit der Verpflichtung des erfahrenen Profis auch auf die jüngsten Verletzungen der Offensivakteure Noah Sarenren-Bazee und Uffe Bech reagiert. „Wir sind vorn jetzt breit aufgestellt“, sagte Bader. Und das ist auch notwendig für das Ziel Wiederaufstieg. „Die 2. Liga ist eine super schwere Aufgabe“, sagte Harnik. Die erste Annäherung an die neuen Kollegen hat es schon zu gemeinsamen Erstliga-Zeiten gegeben. „Ich musste mal mit Manuel Schmiedebach zur Dopingkontrolle nach dem Spiel. Da haben wir uns gut verstanden“, sagte Harnik.

Der Abstieg in die 2. Bundesliga trifft Hannover 96: Einige Topspieler werden den Verein wohl verlassen. Eine Übersicht.

Eine Wohnung in Hannover haben seine Frau und er noch nicht gefunden. „Es gibt aber schon ein, zwei Angebote“, sagte der Profi. Immerhin: Den Maschsee, an dessen Ufer er künftig mit den 96-Kollegen die Runden drehen wird, kennt er schon.

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