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Hannover 96 Wer ist die Nummer eins im Norden?
Sportbuzzer Hannover 96 Wer ist die Nummer eins im Norden?
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06:15 17.09.2012
Von Heiko Rehberg
So wollen sie wieder jubeln: Die "Roten" treffen am Sonnabend in der AWD-Arena auf Werder Bremen. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Vergangene Woche stiegen die Profis des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 in den Boxring. Mit Blick auf das 66.Nordderby gegen Werder Bremen (Sonnabend, 15.30 Uhr, AWD-Arena) könnte das genau die richtige Trainingseinheit gewesen sein.

Seit dem Wiederaufstieg der „Roten“ vor zehn Jahren hat es 20 Duelle mit den Grün-Weißen gegeben, in denen insgesamt 81 Treffer fielen - knapp vier pro Spiel. Um Treffer zu verhindern, braucht man eine gute Deckung - wie die aussieht, haben die hannoverschen Kicker beim Boxen üben können.

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4:1, 4:4 oder 1:5: Für Spektakel war in der AWD-Arena in der Vergangenheit gesorgt. Neunmal gewann zu Hause 96, neunmal schaffte Werder einen Auswärtssieg, die Zuschauer gewannen immer, denn die Nordderbys waren stets beste Unterhaltung.

96-Trainer Mirko Slomka erwartet auch diesmal ein „stimmungsvolles Duell“, sein Kollege Thomas Schaaf eine „interessante Nummer“. Und weil Bremens Klubchef Klaus Allofs rechtzeitig vor dem Anpfiff kundgetan hat, dass die Bremer „gefühlt“ die Nummer 1 im Norden sind, gibt es zusätzliche Brisanz.

Die Rollen haben sich mittlerweile verschoben. 96 hat - auch dank herausragender Transfers von Sportdirektor Jörg Schmadtke und Slomka - zwei phantastische Spielzeiten hinter sich und ist das zweite Mal hintereinander international in der Europa League vertreten. Die Bremer - dank erstklassiger Transferpolitik von Allofs und Schaaf - spielten von 2004 bis 2011 sechsmal in der Champions League. Doch mit dem Glück bei den Spielerverpflichtungen ging plötzlich auch der Erfolg, der Saisonstart mit starken Leistungen bei Borussia Dortmund (1:2) und gegen den Hamburger SV (2:0) berechtigt an der Weser jedoch zur Hoffnung, dass die Durststrecke bald wieder vorbei ist.

Hannover 96 bereitet sich für das Spiel gegen Werder Bremen vor.

Werder hat sich neu erfunden, die Raute ziert jetzt nur noch das Vereinslogo, auf dem Spielfeld setzt die Mannschaft auf ein 4-1-4-1-System, das Slomka bei der Spielanalyse nicht nur überrascht, sondern auch beeindruckt hat. Doch der 96-Trainer hat in der Vergangenheit fast immer die richtigen Lösungen gefunden - und genau darauf kommt es auch am Sonnabend an.

Allein im Angriff hat Slomka zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten, wobei Jan Schlaudraff, der Unverzichtbare, gesetzt ist. Aber wer stürmt neben ihm? Mit Artur Sobiech eher der „Brechertyp“? Oder doch lieber der wuselige Didier Ya Konan? Oder vielleicht doch der Werder-Experte Mohammed Abdellaoue, im vergangenen Heimspiel mit drei Treffern das Schreckgespenst der Bremer Abwehr?

Bei den Gästen wird Marko Arnautovic im Blickpunkt stehen, der Österreicher, der der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag einen unschönen Abend hätte bescheren können. Doch Arnautovic vergab die große Chance zum 2:2 anfängerhaft. „Diese Aktion wird ihm eine Lehre sein. Er hat jetzt die Chance, für uns die Dinger zu machen“, sagte sein Trainer Schaaf. Bei 96 hätten sie nichts dagegen, wenn Arnautovics Lernprozess noch ein wenig länger dauert.

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