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Hannover 96 Willkommen im Abstiegskampf, 96!
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00:15 18.02.2015
Von Heiko Rehberg
Foto: Großer Ärger in Hannover: Hiroshi Kiyotake zeigt seine Enttäuschung über die Niederlage gegen Paderborn. Quelle: Treblin
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Hannover

Nach 66 Minuten war die Fußballwelt von Hannover 96 in Ordnung. Marcelo hatte im Heimspiel gegen den SC Paderborn für das 1:0 gesorgt, was nicht unbedingt verdient war, aber an einem kalten Sonntagabend im Februar darf man nicht wählerisch sein. Schon eine Minute später und nach dem Paderborner Ausgleich passte auch das Ergebnis wieder zum Wetter, aber der Tiefpunkt in der HDI-Arena war noch nicht erreicht. In der 79. Minute sorgte eine weltmeisterliche Panne von Torwart Ron-Robert Zieler für den Paderborner Siegtreffer zum 2:1. Entsetzen auf den Tribünen und die bittere Erkenntnis: willkommen im Abstiegskampf, Hannover 96.

Erneut gab es eine 1:2-Niederlage, doch anders als beim Auftritt beim Hamburger SV war die Leistung diesmal schlecht. War das die 96-Elf, die eine Woche zuvor zwar erfolglos, aber immerhin mutig und schwungvoll gestürmt hatte?
Die „Roten“ werden im Jahr 2015 immer mehr zu einem großen Rätsel. Gegen Schalke (0:1) und in Hamburg (1:2) hatten sie zumindest ordentlich gespielt, was den Glauben nährte, dass 96 mal dran sein müsste mit einem überzeugenden Sieg. Doch was das Team gegen Paderborn im Angebot hatte, war enttäuschend.

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Als Innenverteidiger Marcelo, bis dahin erfolgreich bestrebt, einen neuen Rück- und Querpass-Rekord aufzustellen, in der zweiten Halbzeit eher zufällig die Führung gelang, da schien zumindest das Glück zurückgekehrt. Doch mit dem Glück ist das im Fußball so eine Sache: Selten schlägt es sich grundlos auf eine Seite, man muss es sich verdienen. Und deshalb klopfte es nach dem hannoverschen 1:0 zweimal an die Paderborner Tür.

Hannover 96 gegen den SC Paderborn: Die Bilder zum Spiel.

Bereits vor diesem Tor hätte der Neuling in Führung gehen müssen, 96-Verteidiger Miiko Albornoz verhinderte jedoch mit einer artistischen Rettungstat einen Treffer von Süleyman Koc (65. Minute). Beim 1:1 von Srdjan Lakic mit einem Kopfball (72.) kann man diskutieren, ob ein Torwart die Flanke davor abfangen muss. Über den Freistoß von Alban Meha, der zum Paderborner Sieg führte (79.), gibt es keine Diskussionen: Gut geschossen, aber ein Torhüter wie Zieler muss den Ball halten.

„Ich finde, dass schon die Führung für 96 unverdient war“, sagte Paderborns Trainer André Breitenreiter, „wir haben uns für eine überragende Vorstellung belohnt.“ In keiner Phase der Partie hatte 96 es geschafft, den gut organisierten SC in Schwierigkeiten zu bringen. Die erste Torchance gab es nach 38 Minuten, viel mehr Möglichkeiten kamen danach nicht mehr hinzu. Der Breitwandfußball mit viel Ballbesitz, den die Hannoveraner praktizierten, wurde mit jeder Minute vorhersehbarer. Und das Gegrummel auf den Tribünen immer lauter, wenn einer wie Jimmy Briand mal wieder einen Ball nicht annehmen konnte oder der enttäuschende Neuzugang João Pereira einen Fehlpass spielte. Und was ist eigentlich los mit Joselu, dem erfolgreichsten Torschützen der Hinrunde? Laut Spielbericht war er dabei, aber es gab Zuschauer, die das nach 90 Minuten nahe der Unsichtbarkeit nicht bestätigen wollten ...

„Wenn wir die nächsten Spiele keine Punkte holen, wird es immer gefährlicher“, sagte 96-Trainer Tayfun Korkut, der sich weigerte, das Wort „Abstiegskampf“ in den Mund zu nehmen. Korkut nannte es lieber „die Situation annehmen“. Kommenden Sonnabend geht es zum 1. FC Köln, dem 0:0-Experten in Heimspielen. Danach kommt der VfB Stuttgart, beides Clubs, die in der Tabelle noch hinter 96 stehen. „Wir können die Tabelle genau lesen“, sagte Korkut. Der Sicherheitsabstand nach unten schmilzt, egal, wie man die Situation nennen will.

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